Thema der neuen Laufkolumne: Plogging ist Joggen und Müll sammeln

Kolumne Auf dem Laufenden : Joggen für weniger Müll an der Strecke

Wer ärgert sich nicht über den Müll an seiner Laufstrecke? Es lohnt sich, ab und an eine Runde Plogging einzustreuen und den Dreck zu entsorgen. Ein gutes Thema für die neue Laufkolumne.

Mehr Bewusstsein für eine intakte Natur macht sich auch im Sport bemerkbar. So wirbt ein großer Sportartikelhersteller für seine Laufschuhe, die er aus Plastik aus dem Meer fertigt. Andere weben Shirts, Hosen und Socken aus Algen oder Recyclingware. „Greater Green“ ist das Schlagwort angesichts des Klimawandels, den nur noch unverbesserliche Ignoranten leugnen.

Die effektivste Methode, etwas gegen die Vermüllung der Landschaft zu tun, nennt sich Plogging. Das Wort ist zusammengesetzt aus „plocka“, dem schwedischen Begriff für aufheben/pflücken und Jogging. Seit 2016 machen sich unsere skandinavischen Nachbarn in organisierten Läufen mit Abfallsäcken auf den Weg und sammeln verwitterungsresistenten Müll an der Strecke auf.

Das geht natürlich auch auf eigene Faust. Probieren Sie es aus! Sie werden überrascht sein, was auf Ihrer Hausrunde zusammenkommt. Im Recherchelauf für diese Kolumne waren es nicht weniger als drei Einkaufstüten voller gebrauchter Plastikbecher, Verpackungen, Flaschenresten, Kronkorken und Schraubverschlüssen, die in meinem Sammelbehälter landeten. Zum Glück stehen auf den elf Kilometern über den Trierer Petrisberg und den Unicampus genug Mülltonnen, um die Tüte immer wieder zu leeren. Umso unverständlicher ist es, dass es ignorante Zeitgenossen nicht schaffen, ihren Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen.

Meine Lieblingsrunde durch die Natur wird nun für einige Zeit sauberer sein, bevor ich wieder einen Plogging-Lauf einschieben muss. Ob ich dann zumindest einen Handschuh anziehe, werde ich mir überlegen. Seit gestern weiß ich jedenfalls: Zertretene und verwitterte Hundekot-Tüten sind so ziemlich das Ekelhafteste, was auf einen Plogger wartet.

Foto: Rainer Neubert

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