Total verrückt!

Die Organisatoren des Hospizlaufes haben zunächst an einen Zahlendreher geglaubt, als sie zum ersten Mal die Summe gesehen haben, die in diesem Jahr bei der Benefizaktion zusammen gekommen ist. 32 000 Euro? Im Jahr davor waren es bereits rekordverdächtige 23 000 Euro. Ein irres Ergebnis, meint TV-Laufkolumnist Rainer Neubert

Aber die Zahl stimmt, und so darf sich jeder der mehr als 600 Teilnehmer darüber freuen, zu einem sensationellen Ergebnis beigetragen zu haben: 160 Euro pro Kilometer, da liegt die Versuchung nahe, im kommenden Jahr vielleicht noch die eine oder andere Schleife an die derzeit 200 Kilometer anzuhängen. Der Termin für 2016 steht schon fest: Am 8. Juli wird sich der Läufertross dann wieder in Koblenz auf den Weg machen, um 24 Stunden später einen grandiosen Zieleinlauf beim Hospizhaus in Trier zu feiern. Dort wird dann auch der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe warten, der sich bei der Spendenübergabe spontan dazu bereit erklärt hat, als Schirmherr für die Veranstaltung zu werben. Vielleicht wird er ja sogar ein Stück auf der Strecke mit dabei sein. Dann aber vermutlich mit dem Rad. Drahtesel sind beim Hospizlauf erwünscht, haben aber am Samstagnachmittag auf dem Maare-Mosel-Radweg nichts verloren. Denn dort sind dann mehr als 1000 Läufer unterwegs, um zwischen Daun und Gillenfeld Spaß zu haben, die schöne Natur zu genießen und den hochsommerlichen Temperaturen zu trotzen. Zum Glück startet der Halbmarathon erst um 18 Uhr. Es soll allerdings Verrückte geben, die davor vom Ziel in Gillenfeld die zwölf Kilometer zum Start in Daun bereits zu Fuß bewältigen wollen. Die Vorbereitung auf einen Herbstmarathon ist eben nicht immer einfach. Alle anderen dürfen aber mit Bussen zu den Starts der verschiedenen Läufe fahren.