Trinken, trinken, trinken!

Der Mensch braucht Wasser. Das gilt in diesen heißen Tagen ganz besonders für Sportler. Wer vergisst, rechtzeitig und ausreichend zu trinken, gefährdet seine Gesundheit. Darum geht es in der neuen Laufkolumne von Rainer Neubert.

Die Frage, warum man als Sportler an den Hundstagen so saumäßig schwitzt, beinhaltet einen gewissen Sprachwitz. Das Lachen kann einem aber durchaus vergehen, wenn das oberste Gebot für die heißesten Tage des Jahres - und da hatten wir in diesem Monat ja schon einige - missachtet wurde: Trinken, trinken, trinken. Tagsüber, vor einem Lauf, danach, bei diesen Temperaturen aber auch zwingend während eines Laufs.

Die übliche Regel, dass es erst nach ungefähr einer Stunde notwendig ist, seinen Flüssigkeitsverlust auszugleichen, gilt an heißen Tagen nicht. Auch darf dann durchaus ein isotonisches Getränk oder eine Saftschorle (Mischung: 1/3 Saft, 2/3 Wasser) in die Trinkflasche. Wer dennoch bei Wasser bleiben will, sollte etwas Salz zufügen. Vor allem bei längeren Läufen hilft die zusätzliche Natriumgabe, Muskelkrämpfe zu vermeiden. Eine Alternative sind Salztabletten (Natriumchlorid). Eine oder zwei vor dem Lauf mit einem Glas Wasser herunter spülen. Das ist geschmacksneutral und magenverträglich.

Mein Lieblingsgetränk nach einem intensiven Lauf ist übrigens ein alkoholfreies Hefeweizen. Die Belohnung gibt es aber erst, nachdem ein oder zwei große Gläser nicht zu kaltes Mineralwasser den größten Schweißverlust ausgeglichen haben.

An heißen Hundstagen wie diesen ist es natürlich besser, am frühen Morgen oder späten Abend zu laufen, wenn die Sonne noch nicht, oder nicht mehr vom Himmel brennt. Dann lässt es sich auch auf unangenehme Sonnencreme verzichten. So wie beim Sommernachtslauf am Samstag in Ralingen. Startschuss für die dreieinhalb Runden durch Ralingen und Rosport ist um 22 Uhr. Atmosphäre und Stimmung bei der Spätstartpremiere im vergangenen Jahr waren super. Das wird auch in diesem Jahr so sein. Bei Temperaturen um 25 Grad wird der Sommernachtslauf seinem Namen alle Ehre machen. Und wenn alle Läufer genug trinken, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.