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Kolumne
Zahlenspiele zum Jahresende

Nicht nur Zeit und Distanz werden auf vielen Laufuhren angezeigt. Auch die Höhenmeter sind nachlesbar.
Nicht nur Zeit und Distanz werden auf vielen Laufuhren angezeigt. Auch die Höhenmeter sind nachlesbar. FOTO: Rainer Neubert
Die meisten Läufer sind auch Zahlenfetischisten. Um komplizierte Rechnungen geht es dabei zwar nur, wenn abgeschätzt werden soll, wie schnell ein Halbmarathon oder Marathon theoretisch im Bereich des Möglichen liegt, angesichts der derzeitigen Bestzeit über fünf oder zehn Kilometer. Solche Zahlenspiele stellt vermutlich nur eine Minderheit der Laufbegeisterten in diesem Land an. Der Erfassung persönlicher Daten beim sportlichen Treiben verschließen sich allerdings nur noch wenige. Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

So kann zwar ein Lauf ohne Minicomputer am Handgelenk oder bei nicht aktivierter Lauf-App auf dem Smartphone sehr entspannt sein. Auf die Statistiken über Wochen-. Monats- oder Jahreslaufleistung, über gelaufenes Tempo, bewältigte Höhenmeter und den unmittelbar damit zusammenhängenden Kalorienverbrauch – „das leckere Essen habe ich mir aber wirklich verdient …“ – will ich aber ebenso wenig verzichten wie die meisten laufbegeisterten Menschen aus meinem Bekannten- und Freundeskreis. Hüten sollte man sich allerdings davor, Vergleiche anzustellen. Wenn zum Beispiel eine Lauffreundin in durchaus höherem Alter mit verständlichem Stolz von knapp 4000 Kilometern berichtet, die sie im Jahr 2017 überwiegend am Strand der Ostsee addiert hat, käme mir mein eigener Tachostand doch sehr bescheiden vor.

Aber auch kleinere Zahlen können schließlich eine Herausforderung sein. So ist die „8“ immer wieder spannend beim Silvesterlauf in Trier. Acht Runden für die Männer – fünf sind es für Frauen. Erst dann geht es ins Ziel. Wer sich verzählt, ist raus.