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Völlig unverkrampft

Philippides - das Siegermaskottchen für Marathonis im Hochwald
Philippides - das Siegermaskottchen für Marathonis im Hochwald FOTO: Rainer Neubert
Stecken Sie auch in den Vorbereitungen für einen Halbmarathon oder Marathon? Dann haben Sie etwas mit unserem Laufreporter Rainer Neubert gemeinsam. Um Training, Krämpfe und die Möglichkeit für einen schönen Lauf am Wochenende dreht sich seine neue Kolumne. Rainer Neubert

Der Marathon genießt bei vielen Menschen einen legendären Ruf. 42 Kilometer zu laufen ist tatsächlich kein Pappenstiel und ohne intensive Vorbereitung definitiv unmöglich oder zumindest gesundheitlich bedenklich. Das gilt auch für alle, die im Herbst in Berlin, Köln, oder Frankfurt bei einem der großen Stadtmarathons dabei sein wollen.

Kilometer schrubben ist dabei die oberste Devise. Zwölf Wochen lang mindestens 50 Kilometer pro Woche müssen es schon sein, um einigermaßen unverkrampft ins Ziel zu kommen. Besonders die langen Einheiten mit zunehmenden Distanzen bis 30 Kilometer und etwas mehr sind lohnenswert, machen aber auch schwere Beine. Umso wichtiger sind dabei die ausreichende Versorgung mit Mineralien und eine gesunde Ernährung.

Meine schlimmsten Krämpfe habe ich vor einigen Jahren beim Hochwald-Marathon in Schillingen erlebt. Ein wunderschöner Landschaftslauf mit allerdings heftigen und mit Baumwurzeln gespickten Steigungen. Wenn dann an beiden Beinen die Waden- und die Schienbeinmuskulatur gleichzeitig krampft, ist das trotz der Schönheit der Natur ein sehr bedingter Spaß.

Doch das ist inzwischen ebenso Geschichte wie der Hochwald-Marathon und die hübsche Philippides-Trophäe, die es seinerzeit für die Finisher gab. Geblieben ist der Panoramalauf in Schillingen, mit wettkampffreien, aber aussichtsreichen Distanzen über acht, elf und 22 Kilometer. Gestartet wird am Samstag um 15 Uhr - völlig unverkrampft.