Wenn der Laufschuh-Dealer wieder lockt

Kolumne : Wenn der Laufschuh-Dealer wieder lockt

Die aufgescheuerten Zehen von Swim&Run sind verheilt. Es ist also an der Zeit, neue Herausforderungen zu bewältigen. Die warten zum Beispiel bei jedem Besuch in den Shoppingmeilen der Innenstädte: Die neuen Laufschuhe sind da!

Die aufgescheuerten Zehen von Swim&Run sind verheilt. Es ist also an der Zeit, neue Herausforderungen zu bewältigen. Die warten zum Beispiel bei jedem Besuch in den Shoppingmeilen der Innenstädte: Die neuen Laufschuhe sind da!

Schön bunt sind die meisten, mit neusten technischen Raffinessen, abriebfesten Außensohlen und der richtigen Dämpfung für meinen nicht ganz optimalen Laufstil. Die Hersteller versprechen den ultimativen Spaß, Energierückführung und eine Dynamik, wie sie sonst nur von den Vermarktern schneller Autos angepriesen wird.

In diesen verlockenden Momenten an den Schaufenstern und vor den Regalen der Sportschuh-Dealer denke ich an mein Regal im Keller, in dem sich die Exemplare meiner gesteigerten Bewegungslust reihen und an viele Erlebnisse und Laufveranstaltungen erinnern. Die Schuhe vom ersten Marathon sind nach Jahren im Regal und dem zeitweisen Einsatz als Gartenschuhe zwar nicht mehr dabei. Dafür behaupten aber mehrere Nachfolgegenerationen erfolgreich ihren Platz.

336 Paar Schuhe hat eine amerikanischer Läufer seit 2009 gesammelt, so ist es aktuell im angeblich größten Laufmagazin der Welt zu lesen. 60 Paar davon sind ganz neu. Davon bin ich weit entfernt. Ein gewisses Verständnis für den Mann kann ich allerdings nicht leugnen.

Die Herausforderung bei meinem letzten Besuch in der City habe ich dennoch bestanden. Fast. Meine neuen schwarzen Laufschuhe trage ich nur im Alltag. „In Zahlung“ gegeben habe ich dafür die blutigen blauen Treter von Swim&Run im Trierer Nordbad. Mit denen war ich vor drei Jahren übrigens meinen schnellsten Marathon gelaufen. Niemand soll also behaupten, ich könne mich nicht von meinen alten Schuhen trennen!

laufen@volksfreund.de

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