Zum Abschied 200 Kilometer

Florian Neuschwander ist immer für eine Überraschung gut. Der Ausnahmesportler verlässt Trier und geht nach Frankfurt. Zum Abschluss und Abschied hat er noch einmal großes vor. Das Weiß TV-Laufkolumnist Rainer Neubert



Der aus dem Saarland stammende Ausnahmesportler wurde im vergangenen Jahr Vizeweltmeister im Geländelauf über sehr lange Strecken (Ultra-Trail). Das war nur sechs Tage nach seinem Sieg beim Trierer Stadtlauf. In den Jahren davor hatte der Individualsportler, der in der Regel alleine trainiert, schon nahezu alle Wettläufe in der Region gewonnen, inklusive dem Fisherman\'s-Friend am Nürburgring. Leichtfüßig absolvierte der 33-jährige Laufflo(h), der angesichts einer Körpergröße von 1,67 Meter und einem Gewicht von 57 Kilogramm mit seinem Namen auch er selbst gerne kokettiert, auch seinen ganz privaten 100-Kilometer-Lauf von Trier über den Saar-Hunsrück-Steig zum Haus seiner Eltern. Run with the flo(w) - so wie er seinen Laufblog benannt hat, lautete auch dabei sein Motto. Und viele Freizeitsportler nutzten die Möglichkeit, um ihn ein Stück zu begleiten. Nun hat Florian Neuschwander angekündigt, dass er Trier verlassen und in Frankfurt neue berufliche und sportliche Perspektiven suchen will. Er wäre aber nicht Flo, würde das ohne Paukenschlag passieren: beim Hospizlauf am 11. und 12. Juli. Streckenlänge: knapp 200 Kilometer von Koblenz nach Trier. Die werde er am Stück laufen, hat er angekündigt. Und wer Lust habe, könne ihn ein Stück begleiten. Warum nicht? Eine letzte Möglichkeit zum Run with the flo(w).