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Beim zweiten Mal geht's besser

Beim zweiten Mal geht's besser

1926 Triathleten haben am Kailuna Pier auf Big Island eines der größten Abenteuer im Sport in Angriff genommen, den Ironman Hawaii. Zum zweiten Mal mit dabei: der luxemburgische Olympiateilnehmer Dirk Bockel und Stefan Richter vom TuS Daun.

Kailuna-Kona. Vergleichbar sind die Leistungen der beiden Extremsportler beim Schwimmen über 3860 Meter im Pazifik, 180 Kilometer Rad fahren durch die Lavawüsten und dem abschließenden Marathonlauf (42,195 Kilometer) nicht. Der in Waiblingen geborene Dirk Bockel startet für Luxemburg, ist formal Soldat in der Armee des Großherzogtums, tingelt aber meist von Trainingslager zu Trainingslager und Wettkampf zu Wettkampf durch die Welt. Vor dem Hawaii-Ironman war der 34-Jährige unter anderem sechs Wochen lang im Höhentrainings-Mekka Boulder im US-Bundesstaat Colorado.

Stefan Richter ist auch Soldat. Für den 45-Jährigen ist Triathlon aber ein Hobby neben seinem Beruf, mit dem er zwei Kinder ernährt. Statt in die USA geht es nach Warendorf oder Sonthofen, Mallorca oder Sardinien ins Trainingslager. Der eine (Bockel) startete am vergangenen Samstag als Profi eine Viertelstunde vor den Amateuren. Nach dem siebten Platz bei dem Hawaii-Debüt im vergangenen Jahr peilte Bockel diesmal einen Platz unter den besten Fünf an.

Hinter Olympiaschwimmer an der Spitze



In der ersten Disziplin konnte er sich nach 400 Metern im 26 Grad warmen Wasser direkt hinter Olympiaschwimmer Andy Potts mit an die Spitze setzen und stieg als Zweiter aufs Rad. Alles lief nach Plan, bis ein Schiedsrichter dem Athleten des CAE Grevenmacher nach 60 Kilometern eine vierminütige Zeitstrafe aufbrummte. Bei einem Überholmanöver sei er zu früh eingeschert. Vier Minuten waren am Ende genau die Zeit, die Bockel zum fünften Platz fehlten. So kämpfte er sich beim Marathonlauf vom 13. auf den achten Platz vor. In 8:22:59 Stunden war er aber fast sieben Minuten schneller als 2009.

Fast um eine halbe Stunde gegenüber seinem ersten Auftritt beim Hawaii-Ironman verbesserte sich Stefan Richter. Der Dauner überbot seine Zeit von 2006 in 10:28:03 Stunden um mehr als 28 Minuten.

Beim den Ironman-Europameisterschaften in Frankfurt hatte sich der 45-Jährige in 10:06:18 Stunden für den als Weltmeisterschaft geltenden Hawaii-Wettkampf qualifiziert. Gegenüber den Vorjahren reduzierte Richter zwar seine Laufumfänge, steigerte aber trotzdem seine Leistung. Auf Hawaii machte er in der Abschlussdisziplin, für die er 3:32:36 Stunden benötigte, 221 Plätze gut (741. Platz). Sogar eine weitere WM-Teilnahme wäre für Richter möglich. In Österreich qualifizierte sich der Dauner nämlich auch auf der Ironman-Halbdistanz für die Weltmeisterschaften am 13. November in Florida.