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Bundesligateam PSD Bank Team Tri Post Trier überwindet Engpass

Triathlon-Bundesliga : Tri-Post-Bundesligateam überwindet Engpass

Beim zweiten Rennen zur Bitburger-0,0%-Triathlonbundesliga in Berlin geht es für das PSD Bank Team Tri Post Trier um die Absicherung ihres Mittelfeldplatzes und um deutsche Meistertitel.

Das Triathlon-Bundesliga-Rennen im Rahmen der Finals in Berlin wird das national vermutlich bestbesetzte der Saison werden. Denn auf der Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen im Wannsee, 20 Kilometer Radfahren zum Olympiastadion und dem abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf werden auch die Deutschen Meister gekürt. „Wir hatten einen Engpass“, erzählt Tri-Post-Teamchef Marc Pschebizin kurz vor der Abreise in die Hauptstadt. Julien Landagé musste kurzfristig absagen. „Seit er Corona hatte, kommt er nicht mehr richtig in die Gänge“, sagt Pschebizin, weshalb der 18 Jahre alte Youngster sich etwas schonen will.

Kurzfristig springt deshalb der Franzose Vincent Lafleur beim PSD Bank Team Tri Post Trier ein. Der Australier Troy Whittington kommt von seiner Wettkampfreise aus Kroatien und die Zwillinge Jonas und Cedric Osterholt können sich mit breiter Brust der Konkurrenz stellen. Jonas verpasste beim Europacup in Kitzbühel am vergangenen Wochenende als Viertplatzierter das Podium äußerst knapp um drei Sekunden. Sein Bruder wurde Siebter.

Als Fünfter macht Jens Roth die Tri-Post-Mannschaft am Sonntag (10.15 Uhr ZDF) komplett. Der fünfmalige Deutsche Crosstriathlon-Meister kehrt nach zwei erfolgreichen Rennen im Gelände auf den harten Asphalt zurück. Beim Xterra-Triathlon in Portugal wurde der 34-Jährige Sechster. Bei den Rennen der weltweiten Crosstriathlon-Serie am Gardasee in Italien steigerte sich Roth auf den fünften Platz. „Ich bin jetzt wieder auf Platz 20 der Xterra-Weltrangliste und habe nach den Verletzungen im letzten Jahr wieder eine gute Form“, sagt Roth.

Unter anderem mit einer speziellen, sogenannten Koppeleinheit, hat sich Roth im Trierer Moselstadion auf den Bundesliga-Start vorbereitet. Er absolvierte drei Serien bestehend jeweils aus drei 600-Meter-Läufen, die jeweils von dreiminütigen Radeinheiten auf der Rolle mit jeweils mehr als 300 Watt Belastung unterbrochen waren. „das ist ein effektives Training für die Bundesligarennen“, sagt Coach Pschebizin. „Man muss schnell wechseln und schnell in den richtigen Laufschritt kommen.“

Pschebizin kann sich glücklich schätzen, dass das Tri-Post-Team den personellen Engpass überwinden konnte. Er wäre ungern nur in der Minimalbesetzung von vier Mann nach Berlin gefahren. Die Sommer-Krankheitswelle mache momentan einigen Mannschaften zu schaffen. Er wisse von einem Team, dass kurz davor stehe, den Bundesliga-Start in Berlin abzusagen, erzählt Pschebizin.

Extra: Rebecca Bierbrauer startet auch in Berlin

Einen Sonderstartplatz mit dem Viernheimer Frauen-Bundesligateam hat die Triererin Rebecca Bierbrauer erwischt. Die 17-Jährige belegte am vergangenen Wochenende nach einem verpatzten Wechsels bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften den 14. Platz im Juniorinnenfeld. Die abschließenden fünf Kilometer lief Bierbrauer in 19:02 Minuten schneller als die Deutsche Meisterin Felipa Herrmann (19:15).