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Chiara Bermes kratzt an Christina Mohrs 3000-Meter-Bezirksrekord

Leichtathletik : Bermes kratzt an Mohrs 3000-Meter-Bezirksrekord (Videolink)

Kader-Läufer aus der Region Trier starten in Pliezhausen gut in die Saison. Giulio Ehses rennt 8:27,84 Minuten über 3000 Meter.

Mit einem Kracher ist Chiara Bermes in die zweite Leichtathletik-Corona-Saison eingestiegen. Bei ihrem ersten Start für den Lauftreff Schweich (LTS) verbesserte die ehemalige Läuferin des Post-Sportvereins Trier (PST) am Samstagabend in Pliezhausen ihre persönliche Bestzeit um mehr als 13 Sekunden auf 9:34,02 Minuten. Bisher waren im Leichtathletik-Verband Rheinland nur acht Läuferinnen schneller. Eine davon ist Bezirksrekordlerin Christina Mohr. Die ehemalige Cross-EM-Teilnehmerin von der LG Vulkaneifel lief 2005 knapp zwei Sekunden flotter (9:32,19). Vor Bermes platzierten sich in Pliezhausen nur die amtierende deutsche 1500-Meter-Vizemeisterin Vera Coutellier (Köln/9:08,50), Universiade-Gewinnerin Denise Krebs (Leverkusen/9:10,08) und die ehemalige Crosslauf-Vizeeuropameisterin mit der U-23-Mannschaft Svenja Pingpank (Hannover/9:28,84).

„Ich wusste, dass ich fit bin, aber so fit hätte ich nicht gedacht“, erzählte Bermes am Sonntag noch ganz überwältigt von ihrem Erfolg. Nur einmal habe sie ihre Mutter Beatrix, die als einzige Betreuerin für sie zugelassen war, „zu langsam“ rufen gehört. Während der übrigen siebeneinhalb Stadionrunden war sie im Tunnel. „Es war ein ganz anderes Laufgefühl, wenn man das Privileg hat, laufen zu dürfen. Ich hatte diesmal den Kopf dafür, jede Lücke zuzulaufen“, erzählt Bermes. „Wirklich super! Ich bin mega zufrieden. Chiara hat die letzten Wochen sehr gut trainiert und konnte die Vorgaben bei allen harten Einheiten erfüllen“, freut sich der LTS-Vorsitzende Dirk Engel über die Steigerung seines Neuzugangs.

Dabei wurde bei Bermes wie bei allen übrigen Leichtathleten der Region Trier der Trainingsrhythmus durch den Wechsel von Corona-Verschärfungen und -Lockerungen in den vergangenen Monaten immer wieder gestört wurde. Deshalb freut sich PST-Mittelstrecken-Trainer Marc Kowalinski, dass Giulio Ehses in Pliezhausen gezeigt hat, dass er auf Kurs zur U-23-DM ist. Der 21-Jährige lief bei seinem erst zweiten offiziellen 3000-Meter-Rennen 8:27,84 Minuten. „In so einem Umfeld ist er noch nie gestartet. Ich bin sehr erleichtert, dass es in diese Richtung gegangen ist“, sagt Kowalinski. Im Training sei Ehses bereits 8:35 Minuten gerannt. Aber Training und Wettkampf seien zwei Paar unterschiedliche Schuhe. Zumal wenn man wie in Pliezhausen, wo nur Kaderathleten und Berufssportler zugelassen waren, plötzlich mit der erweiterten nationalen Spitze am Start sind. „Da waren einige nur knapp vor Giulio, die sind 5000 Meter schon in 14:10 Minuten gelaufen“, ordnet Kowalinski das Resultat ein. Die U-23-DM-Norm über 5000 Meter von 14:50,00 Minuten sollte bei der Langen Laufnacht in Karlsruhe am kommenden Samstag möglich sein.

Um marginale 0,13 Sekunden verpasste Kowalinskis Schützling Lotta Schlund über 1000 Meter in 2:57,25 Minuten ihre persönliche Bestzeit. Das ist für den Trainer nur am Rande ärgerlich. Das Resultat zeige, dass die 26-Jährige auf einem gut Weg sei. Auf diesen wähnt Kowalinski auch Simon Quint (wie Schlund ebenfalls PST). Der U-18-DM-Teilnehmer war hinter dem überragenden Balkanmeister Emil Bezecny aus Österreich (8:34,76) in 9:18,93 Minuten in Pliezhausen Zweitschnellster des Jahrgangs 2004. Sein zwei Jahre älterer Vereinskollege Constantin Fuchs steigerte sich über 1000 Meter um mehr als zwei Sekunden auf 2:42,34 Minuten.

Ergebnisse

Aufzeichnung des Läuferabends