Ein richtig matschiger Crosslauf Helfende Hände und im Schlamm steckende Schuhe (Fotos)

Bengel · Der dritte Wertungslauf zur 47. Mosel-Crosslauf-Serie war nicht wegen langer, sondern kurzer Anstiege schwierig. Bei kommerziellen Hindernisläufen wird das Zehnfache der Startgebühr verlangt.

Kinder durften und erwachsene Läufer wie Monika Hübner von der LG Meulenwald Föhren mussten sich beim Crosslauf in Bengel so richtig durch den Matsch wühlen.

Kinder durften und erwachsene Läufer wie Monika Hübner von der LG Meulenwald Föhren mussten sich beim Crosslauf in Bengel so richtig durch den Matsch wühlen.

Foto: Holger Teusch

Endlich wieder wie ein kleiner Bengel durch den Matsch rennen, dass es nur so spritzt! Und statt Schimpfe gibt es Beifall! Wofür bei kommerziellen Hindernisläufen 70 und mehr Euro Startgeld bezahlt werden müssen, diesen Traum erfüllten sich am vergangenen Samstag knapp 200 Starter beim Crosslauf im Ort Bengel (Kreis Bernkastel-Wittlich) schon für ein Zehntel dieses Preises. Zugegeben ohne spektakuläre und aufwendige Hindernisse wie beim Strongman-Run am Nürburgring. Aber mit ähnlich viel Spaß.

Und naturgemacht: Regen und Schneeschmelze hatten den Wiesenparcours rund um den Sportplatz mitten im Dorf ordentlich aufgeweicht. In den Kinderläufen blieb mancher Schuh in der Pampe kleben. „Der Schlamm hat ganz schön an den Schuhen gezogen“, bestätigte auch ein erwachsener Läufer. Die drei Hügel, die auf dem gut ein Kilometer langen Rundkurs, der je nach Wettbewerb bis zu siebenmal bewältigt werden musste, waren zwar nur kurz, aber steil. Nachdem einige hundert Läufer über sie gelaufen waren sie außerdem glatt wie Schmierseife. Die helfenden Hände der zahlreichen Ehrenamtlichen vom ausrichtenden TuS Bengel, wie die von Karl Heinz Napalowski, waren für manchem die Rettung.

 Glatt wie Schmierseife waren zum Schluss die kleinen Hügel beim Crosslauf in Bengel, so dass die helfenden Hände beispielsweise von Karl Heinz Napalowski nicht nur Charlotte Willgerodt von der LG Meulenwald Föhren willkommen waren.

Glatt wie Schmierseife waren zum Schluss die kleinen Hügel beim Crosslauf in Bengel, so dass die helfenden Hände beispielsweise von Karl Heinz Napalowski nicht nur Charlotte Willgerodt von der LG Meulenwald Föhren willkommen waren.

Foto: Holger Teusch

„Das war richtig anstrengend, aber es hat Spaß gemacht“, sagte Langstrecken-Gewinnerin Michelle Bauer - und entschwand schnell Richtigung Schuhputzstation und Dusche. Die 33-Jährige vom LT Schweich siegte über gut sieben Kilometer in 33:05 Minuten vor ihren Vereinskameradinnen Maëlynn Dussaucy und Sara Schumacher, wie Benedikt Althoff bei den Männern.

Wertungslauf Mosel-Serie in Bengel bei Extrem-Bedingungen​
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Dritter Wertungslauf zur Mosel-Serie in Bengel bei extremen Bedingungen

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Auf den ersten drei Runden hatte der 26-Jährige vom ausrichtenden TuS Bengel mit Dominik von Wirth einen Läufer an seinen matschigen Fersen hängen. „Benedikt hat den zweiten Wertungslauf der Mosel-Serie in Wittlich gewonnen. Wenn ich in der Serie noch eine Chance haben wollte, musste ich probieren dranzubleiben“, erklärte der Lauftreffleiter der TG Konz, weshalb er trotz Trainingsrückstands volles Risiko ging. Gegen den Lokalmatador hatte von Wirth am Ende zwar keine Chance, blieb aber wie Althoff (28:07) in 28:59 Minuten noch unter einer halben Stunde. Hinter Christoph Krämer (Team getFit Trier/30:00). Als Viertplatzierter durfte sich mit Michael Comes ein weiterer Bengeler Lokalmatador über den (M-40-)Altersklassensieg und den in der inoffiziellen Familienwertung freuen. Seine zehnjährige Tochter Matilda siegte im Ein-Kilometer-Mädchenlauf.

Ein extrem hohes Tempo schlugen die Läufer auf der Vier-Kilometer-Mittelstrecke an. Die Konzer Anna und Lucas Meyer feierten wieder einen Geschwistersieg. Hinter Lucas Meyer (14:59 Minuten) folgte mit Simon Quint (15:29), Damian Gindorf (16:36) und dem erst 14-jährigen Theo Knopp (16:38) ein PST-Trier-Trio. David Steffes (Silvesterlauf Trier) kam zwar nicht aufs Siegerpodest, war als der Mittel- und sechster der Langstrecke aber erfolgreichster Doppelstarter. Nach insgesamt elf Runden kannte er den Bengeler Cross-Parcours aus dem Effeff.