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Crosslauf Gerolstein: Härter als Deutsche Meisterschaften

Crosslauf Gerolstein: Härter als Deutsche Meisterschaften

Sonnenschein, aber Schnee, Eiswasser und Matsch, der dritte Wertungslauf zur Vulkaneifel-Crosslauf-Serie in Gerolstein war an Härte kaum zu überbieten. 108 Läufer bewältigten die Herausforderung. Es siegten Sophie Zander und Mirco Zenzen auf der Mittel- sowie Yvonne Jungblut und Enrico Zenzen auf der Langstrecke.

 Yvonne Jungblut vom Lauftreff Schweich (vorn) ließ auf der Langstrecke auch fast alle Männer hinter sich.
Yvonne Jungblut vom Lauftreff Schweich (vorn) ließ auf der Langstrecke auch fast alle Männer hinter sich. Foto: Holger Teusch
 So schlammverschmiert kam nicht nur der Langstrecken-Zweite Alwin Nolles ins Ziel.
So schlammverschmiert kam nicht nur der Langstrecken-Zweite Alwin Nolles ins Ziel. Foto: Holger Teusch
 Enrico Zenzen überrundete bis auf den zweitplatzierten Alwin Nolles alle anderen Langstreckenlauf-Teilnehmer.
Enrico Zenzen überrundete bis auf den zweitplatzierten Alwin Nolles alle anderen Langstreckenlauf-Teilnehmer. Foto: Holger Teusch
 Mirco Zenzen (links) und Gregor Witzel lieferten sich auf der Mittelstrecke ein packendes Duell.
Mirco Zenzen (links) und Gregor Witzel lieferten sich auf der Mittelstrecke ein packendes Duell. Foto: Holger Teusch

Mirco Zenzen adelte die Crosslauf-Macher des SV Gerolstein: "Hier haben wir meist härtere Bedingungen, als bei der DM", sagte der Sieger des Mittelstreckenduells von Gerolstein-Roth. Vor den nationalen Titelkämpfen am zweiten März-Wochenende, bei dem Zenzen mit der Mannschaft der LG Vulkaneifel auf der Kurzdistanz starten will, braucht dem 19-Jährigen nicht bange zu sein.

Denn Querfeldeinlauf war genau die passende Bezeichnung für die Rennen am Sonntagnachmittag. Der Kelberger wühlte sich über geschätzte 3,4 Kilometer im Endspurt am schnellsten durch das Gemisch aus braunem Schlamm, weißem Schnee und Eiswasser. Lokalmatador und Teamkamerad Gregor Witzel aus Gerolstein war aber immer an seiner Seite. Er habe zwischendurch gemerkt, dass er dem angehenden Forstwirt nicht einfach weglaufen könne, sagte Mirco Zenzen nach dem Rennen. Auf dem leicht ansteigenden Schlussstück hatte der 19-Jährige gegenüber dem ehemaligen Rheinland-Pfalz-Meister über 800 Meter dann doch die meisten Reserven.

Auf der Langdistanz über sieben große Schleifen quer über Wiesen überrundete Mirco Zenzens Bruder Enrico bis auf den Zweitplatzierten alle Teilnehmer. Alwin Nolles aus Fell hatte bereits am Vortag das Crossrennen in Breit im Hunsrück absolviert. "Das war hiergegen ein Spaziergang", sagte der 49-Jährige von der LG Meulenwald Föhren. Enrico Zenzen kam mit den schwierigen Bedingungen glänzend zurecht. "Am nächsten Wochenende gibt es bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften eine echte Standortbestimmung und dann geht es am 9. März zur DM", freute sich der 24-Jährige, bei den Deutschen Meisterschaften in baden-württembergischen Dornstetten mit einem Mittelstreckenteam der LG Vulkaneifel (LGV) antreten zu können.

Die nationalen Titelkämpfen wären auch für sie reizvoll, gestand Yvonne Jungblut nach ihrem ersten "richtigen" Crosslauf. Die Gewinnerin des Bitburger-Läufercups 2012 bewies, dass sie nicht nur auf der Straße, sondern auch im Gelände schnell laufen kann. Die 35-Jährige verwies Tina Marxen aus Pantenburg (Kreis Bernkastel-Wittlich) um fast drei Minuten auf den zweiten Platz. Die LGV-Läuferin kam allerdings gerade von einem Skilanglauf-Lehrgang im Skating. Schnee gab es zwar rund um den Rother Sportplatz noch genug. Aber vom Training auf den Brettern hatte Marxen noch schwere Beine.