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Deutsche vorne bei schnellstem Deulux-Lauf der Geschichte in Langsur

Grenzüberschreitender Lauf : Deutsche vorne bei schnellstem Deulux-Lauf der Geschichte (Fotos)

1191 Teilnehmer kamen beim 29. Deulux-Lauf ins Ziel. Im Spitzenfeld waren zwar die Trikots luxemburgischer Clubs in der Mehrzahl, Tobias Blum vom LC Rehlingen gewann aber als erster Deutscher seit neun Jahren den grenzüberschreitenden Zehn-Kilometer-Lauf an der Sauer.

Nach einem Jahr Corona-Pause und ein Jahr vor dem 30. Jubiläum schlägt die LG Langsur beim Deulux-Lauf ein neues Kapitel auf. Die 29. Auflage am vergangenen Samstag war zahlenmäßig zwar die kleinste seit der Jahrtausendwende. 1191 Läufer erreichten das Ziel. So viele, wie seit Beginn der Corona-Pandemie bei keiner Laufveranstaltung in der Region Trier. Erstmals wurden die luxemburgischen Meisterschaften im Zehn-Kilometer-Straßenlauf auf dem grenzüberschreitenden Parcours beidseitig der Sauer ausgetragen. Das sorgte für eines der schnellsten Rennen seit 1992. In der Vielzahl der guten Zeiten sogar für das bisher beste: 36 Männer und eine Frau blieben unter 35 Minuten. Das gab es noch nie seit der Premiere 1992. 2019 unterboten, bei fast 1600 Finishern, zehn Läufer weniger diese Schallmauer. 2007 waren es gar nur sieben.

Von den schnellsten Läufern kamen zwar mehr als die Hälfte (21) aus Luxemburg, um sich um den nationalen Titel zu bewerben, aber das Deulux-Lauf-Siegerpodium war am Ende rein deutsch. Der ehemalige Köln-Marathon-Gewinner Tobias Blum nutzte das Rennen zur Vorbereitung auf die Qualifikation auf die Crosslauf-Europameisterschaft. Das Tempo sei ihm leicht gefallen, erzählt der 26-Jähige vom saarländischen Club LC Rehlingen. Blums 30:16 Minuten sind die drittbeste Siegerzeit.

 Auf dem Weg zur Crosslauf-Europameisterschaft siegte der ehemalige Köln-Marathon-Gewinner Tobias Blum vom LC Rehlingen mit der drittbesten Siegerzeit seit der Deulux-Lauf-Premiere 1992.
Auf dem Weg zur Crosslauf-Europameisterschaft siegte der ehemalige Köln-Marathon-Gewinner Tobias Blum vom LC Rehlingen mit der drittbesten Siegerzeit seit der Deulux-Lauf-Premiere 1992. Foto: Holger Teusch

An seine Fersen heftete sich nur sein Vereinskamerad Alexander Bock. Acht Kilometer konnte der ehemalige Läufer vom PST Trier Blum folgen. Das sicherte ihm den zweiten Platz in 30:31 Minuten und ganz knapp den Sieg im Bitburger-0,0%-Läufercup. Gerne hätte Bock seine bei der DM aufgestellte persönliche Bestzeit von 30:07 Minuten angegriffen. „Ich war heute nicht mehr ganz so frisch wie bei den Deutschen“, erklärte der 28-Jährige. Das spannende Finale im Läufercup findet er genauso motivierend wie der nur um vier Sekunden (in der Addition der drei besten Zeiten von maximal sechs Zehn-Kilometer-Rennen) geschlagene Moritz Beinlich.

So knapp den Cup-Sieg zu verpassen, sei natürlich etwas ärgerlich, aber er gönne es Bock. „Er hat mit Tobi vom ersten Meter an gut gedrückt, um mich frühzeitig zu distanzieren“, erzählt Beinlich. Der Deutsche Meister im Halbmarathonlauf von 2019 konzentrierte sich auf das Duell mit Yonas Kinde um den dritten Platz. Dabei verlor der 25-Jährige seinen vor dem Deulux-Lauf-Start knappen Läufercup-Vorsprung aus den Augen. Dafür hielt er im Endspurt in 31:03 Minuten den gebürtigen Äthiopier Kinde (31:05) auf Distanz.

 Jenny Gloden (Mitte) sicherte sich unter den wachsamen Augen der FLA-Schiedsrichter zwar die luxemburgische Meisterschaft, musste den Gesamtsieg beim 29. Langsurer Deulux-Lauf aber der Belgierin Juliette Thomas (vorn) um zehn Sekunden überlassen.
Jenny Gloden (Mitte) sicherte sich unter den wachsamen Augen der FLA-Schiedsrichter zwar die luxemburgische Meisterschaft, musste den Gesamtsieg beim 29. Langsurer Deulux-Lauf aber der Belgierin Juliette Thomas (vorn) um zehn Sekunden überlassen. Foto: Holger Teusch

Der Deulux-Lauf-Rekordsieger (fünf Mal) im Trikot des luxemburgischen Clubs Celtic Diekirch freute sich aber über den Titel der Leichtathletik-Föderation des Großherzogtums vor Bob Haller (Team X3M Snooze/31:24) und seinem Vereinskameraden Bob Bertemes (31:29). „Die Meisterschaften mit der Nationalhymne bei der Siegerehrung war ein Highlight“, sagt der Vorsitzende des Deulux-Lauf-Ausrichtervereins LG Langsur Mika Hurt. Als schnellste Luxemburgerin durfte sich Jenny Gloden außer über den nationalen Titel über ihren neuen Hausrekord von 35:07 Minuten freuen. Erst auf den letzten zwei Kilometern musste sich 28 Jahre alte Tochter des ehemaligen Marathon-Olympiateilnehmers Justin Gloden der zehn Sekunden schnelleren Belgierin Juliette Thomas geschlagen geben. Die 21 Jahre alte U-23-EM-Teilnehmerin erzielte in 34:57 Minuten die viertbeste Siegerzeit beim Deulux-Lauf. Beste Läuferin aus der Region Trier war als Zehnte in 39:24 Minuten Tine Hausmann vom Trierer Team getFit. Schnellste Deutsche war als Sechste in 37:19 Minuten die ehemalige PST-Läuferin Nora Schmitz (jetzt LC Euskirchen).

Sehr zufrieden zeigte sich Mika Hurt mit dem Ablauf der Großveranstaltung unter Corona-Bedingungen. Alle Läufer mussten einen 3G-nachweis erbringen. Statt in der Halle wurden die Siegerehrungen unter freiem Himmel durchgeführt. „Der Außenbereich ist von den Leuten gut angenommen worden“, glaubt Hurt. Dass bei 1500 gemeldeten Teilnehmern rund 300 weniger ins Ziel kamen, dürfte zwei Gründe haben. Zum einen das Schmuddelwetter mit Nieselregen am Vormittag und der sich wieder zuspitzenden Corona-Lage. „Es ist immer noch viel Angst dabei“, vermutet Hurt. Das Deulux-Lauf-Jubiläum in einem Jahr kann die LG Langsur hoffentlich noch befreiter feiern.

Ergebnisse:

Frauen, 10 km: 1. Juliette Thomas (Belgien) 34:57 Minuten, Jenny Gloden (LUX) 35:07, 3. Saskia Daguenet (LUX/W 40) 35:59, 4. Moczo Zsanett (Ungarn/W 35) 36:05, 5. Vera Hoffmann (LUX) 36:57, 6. Nora Schmitz (LC Euskirchen) 37:19, 7. Eva Daniels (LUX) 38:13, 8. Annette Jaffke (LUX/W 45) 38:49, 9. Phyllis Mainka (Mainz) 39:08, 10. Tine Hausmann (Team getFit) 39:24, 11. Monika Halasa (Polen) 39:43, 12. Michelle Bauer (LTS/W 30) 40:06, 13. Pascale Schmoetten (LUX/W 50) 40:45, 14. Lena Müller (LLG Hunsrück) 41:03, 17. Emma Thein (Silvesterlauf Trier/U 18) 42:16, 20. Diane Schmidt (LTS) 42:51, 22. Eva Adams (Team getFit) 43:21, 24. Simone Anell (LTS) 43:43, 25. Teresa Frank (LTS) 43:53, 28. Maelynn Dussaucy (LTS) 44:00, 29. Stefanie Thein (LTS) 44:06, 30. Anne-Sophie Vandenbussche (TGK) 44:13, 31. Sara Schumacher (LTS) 44:57, 32. Malo Stephane (Team getFit) 45:04. U 16: Charlotte Kreis (LUX) 1:12:56. U 20: Sophie Hermes (LUX) 45:48. W 55: Monika Hübner (Parksauna Trier) 48:51. W 60: Birgit Metzen 52:11. W 65: Heidi Schneider (FSV Ralingen) 52:42. W 70: Lilo Hartenberger (LAZ Birkenfeld) 55:16. W 75: Brigitte Swietlik (Team getFit) 1:10:23.

Männer, 10 km: 1. Tobias Blum (30:16 Minuten, 2. Alexander Bock 30:31 (beide LC Rehlingen), 3. Moritz Beinlich (LG Rhein-Wied) 31:03, 4. Yonas Kinde (Äthiopien/Celtic Diekirch/M 40) 31.05, 5. Bob Haller (LUX) 31:24, 6. Bob Bertemes (LUX) 31:29, 7. Louis Corentin (Belgien) 31:31, 8. Gil Weicherding (LUX) 31:57, 9. Christophe Kass (LUX/M 35) 32:23, 10. Thomas Hue (Frankreich) 32:28, 11. Luc Scheller (LUX) 32:31, 12. Sammy Schu (Metzdorf) 32:36, 16. Gaspar Kluckers (LUX/U 18) 32:47, 17. Andreas Theobald (PST Trier) 32:57, 18. Yannick Pütz (LG Rhein-Wied) 33:15, 19. Yannik Erz (Ausdauerteam.de Morbach) 33:18, 30. Sam Heuts (LUX/U 20) 34:04, 32. André Wilhelms (PST Trier) 34:16, Eric Capelli (Frankreich/M 50) 35:02, 41. Abdel Zaghbib (LUX/1. M 45) 35:23, 47. Matthias Adams (LTS) 35:41, 49. Stefan Zenzen (Kasel/3. M 45) 35:58, 50. Philipp Hensel (LGL/LTS) 36:04, 54. Louis Decker (TuS Fortuna Saarburg/U 16) 36:23, 57. Christoph Krämer (Team getFit) 36:53, 58. Andreas Bock (Pfarrkapelle Schwarzenbach/M 55) 36:53, 60. Jerome Vandenbussche (TG Konz) 36:56, 62. Marc Raßkopf (Citysport-Team Trier) 37:01, 63. Martin Kasel (LG Meulenwald Föhren) 37:02, 64. Mike Thull (LTS) 37:02, 65. Thorsten Bock (Pfarrkapelle Schwarzenbach) 37:08, 69. Hendrik Haumann (TG Konz) 37:23, 72. Nicolas Schons 37:46, 75. Heiko Herrmann 37:58, 76. Thomas Ernsdorf (LTS/ENCEVO) 37:59. M 60: Thomas Vongehr 41:50. M 65: Alexander Bold (LC Donnersberg) 43:53. M 70: Emile Reuter (LUX) 45:02. M 75: Reinhold Blum (SV Lüxem) 56:48. M 80: Gunter Berger (LG Pronsfeld-Lünebach) 1:06:51.

Mädchen 1500 m, U 12: 1. Lilly Förster (TPT/U 12) 5:40 Minuten, 2. Emie Vandenbussche (TG Konz) 5:42, 3. Carla Thees (TPT) 5:57, 4. Nele Wihl (TMS) 6:21, 5. Susie Vandenbussche (TG Konz/U 10) 6:30, 6. Paulina Peters (TPT) 6:42, 7. Maya Rockenbach (LLG Hunsrück) 6:46, 8. Lia Paczulla (GST) 6:56, 9. Zoe Paxzulla (GST) 6:57, 10. Frieda Feltes (TMS) 7:06. U 16: 1. Julie Vandenbussche (TG Konz/U 14) 5:34, 2. Charlotte Jung (Frankreich) 5:48, 3. Helena Gouverneur (TV Hermeskeil) 5:49, 4. Lisa Wihl (TMS) 5:55, 5. Cosima Sander (Team Slowmotioin/U 16) 6:02, 6. Johanna Raßkopf (PST Trier) 6:07, 7. Jule Neises (LGL) 6:11, 8. Sarah Bick (LGL) 6:12, 9. Katharina Koch (PST Trier) 6:16, 10. Lotta Feltes (TMS) 6:22.

Jungen 1500 m, U 12: 1. Adrian Sander (Team Slowmotion/U 12) 5:52 Minuten, 2. Benedikt Metz (TMS) 5:52, 3. Gabriel Rademacher (TPT) 5:54, 4. Simon Koch (TMS) 5:58, 5. Max Musiol (SV Sirzenich) 6:00, 6. Constantin Peters 6:23, 7. Paul Bauer (LGL) 6:27, 8. Ben Bosch (GST/U 10) 6:30, 9. Lennart Koch (GST) 6:42, 10. Felix Schilling 6:53. U 16: 1. Michael Koch (Silvesterlauf Trier/U 16) 5:22, 2. Theo Knopp (PST Trier/U 14) 5:25, 3. Manuel Kaufmann (PST Trier) 5:59, 4. Yannis Marquardt (LGL) 6:15, 5. Fynn Rosat (LGL) 6:20.

Abkürzungen: GST = Grundschule Trierweile, LGL = LG Langsur, LTS = Lauftreff Schweich, LUX = Luxemburg, TMS = TuS Mosella Schweich, TPT = Tri Post Trier

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