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Dietmar Biers Wadenverletzung ermöglicht Saar-Doppelsieg

Dietmar Biers Wadenverletzung ermöglicht Saar-Doppelsieg

Pech für Dietmar Bier, Doppelerfolg für Matthias Merk beim Crosslauf in Wittlich: Nach einer Verletzung des Trierers ließ der Läufer aus Saarbrücken nach dem Sieg auf der Mittel- auch den auf der Langstrecke folgen. Die schnellsten Frauen waren Tina Wessely von Spiridon Hochwald über 3880 Meter und Yvonne Jungblut vom Lauftreff Schweich über 7340 Meter.

 Anna Rodenkirch war schnellstes Mädchn im Lauf der U16-Jugend über 1670 Meter und siegte unter den Augen ihres Vaters, des Wittlicher Bürgermeister Joachim Rodenkirch.
Anna Rodenkirch war schnellstes Mädchn im Lauf der U16-Jugend über 1670 Meter und siegte unter den Augen ihres Vaters, des Wittlicher Bürgermeister Joachim Rodenkirch. Foto: Holger Teusch
 Triathlet Jens Roth aus Monzelfeld (vorn) zeigte über 7340 Meter ein tolles Rennen und musste sich am Ende nur dem Saarländer Matthias Merk geschlagen geben.
Triathlet Jens Roth aus Monzelfeld (vorn) zeigte über 7340 Meter ein tolles Rennen und musste sich am Ende nur dem Saarländer Matthias Merk geschlagen geben. Foto: Holger Teusch
 Yvonne Jungblut vom Lauftreff Schweich feierte auf der Langstrecke einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg.
Yvonne Jungblut vom Lauftreff Schweich feierte auf der Langstrecke einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Foto: Holger Teusch
 Im Mittelstreckenrennen der Männer ging es direkt von Anfang an zur Sache.
Im Mittelstreckenrennen der Männer ging es direkt von Anfang an zur Sache. Foto: Holger Teusch

Bevor Dietmar Bier wie geplant am vorletzten Anstieg angreifen konnte, war das Langstreckenrennen beim vorletzten Lauf zur Mosel-Crosslauf-Serie in Wittlich für den 42-Jährigen gelaufen. Ein Stich in der Wade und für den letzten Kilometer benötigte der deutsche Seniorenvizemeister vom Trierer Stadtlauf e.V. eine Viertelstunde statt knapp ein Viertel dieser Zeit. Muskelzerrung, so Biers erste Selbstdiagnose.

Für den Sieg hätte es für den Marathon-Spezialisten nach dem vierten Platz auf der Mittelstrecke vermutlich auch ohne Verletzung über 7340 Meter nicht gereicht. Denn der 13 Jahre jüngere Matthias Merk präsentierte sich bärenstark. Auch als Jens Roth aus Monzelfeld im Anstieg an den Wittlicher Weinbergen attackierte, hielt der 28-Jährige aus Saarbrücken, der bereits über 3880 Meter siegte, locker mit. Merk hatte auf dem schneebedeckten, teilweise vereisten Untergrund den Vorteil von Spikes an den Füßen. Roth verzichtete auf dornenbehaftete und setzte auf spezielle, stark profilierte Geländelauf-Schuhe. Spätestens auf der Zielgeraden über die festgefahrene Schneedecke eines geteerten Wirtschaftswegs zeigten sich die Vorteile von Merks Schuhen. Der 28-Jährige siegte in 27:26 Minuten noch mit verhältnismäßig konformablen zehn Sekunden Vorsprung vor Roth. Dritter, auch ohne Spikes, wurde in 27:56 Minuten Thomas Uebel (Ausdauerteam.de).

Spannung gab es auch beim Mittelstreckenrennen der Frauen. Zumindest in der ersten der beiden kleinen Runden zu je knapp zwei Kilometer Länge versuchte Pia von Keutz (TG Konz) den Kontakt zu Tina Wessely zu halten. Doch die 36-Jährige von Spiridon Hochwald hatte den längeren Atem und siegte in 15:54 Minuten mit sieben Sekunden Vorsprung. Einen hervorragenden Eindruck machte Claudia Flesch. Der Neuzugang vom Lauftreff Schweich wurde in 16:16 Minuten Dritte.

Den guten Eindruck von der Mittelstrecke bestätigte Flesch auch kurze Zeit später über 7340 Meter. Auch auf dieser Strecke belegte die 42-Jährige hinter der 22 Jahre (!) jüngeren von Keutz (32:55 Minuten) in 33:17 Minuten den dritten Platz. Einen klaren Start-Ziel-Sieg errang ohne allzu große sichtbare Anstrengung Yvonne Jungblut (ebenfalls Lauftreff Schweich/31:31 Minuten).

Insgesamt kamen trotz schwieriger Laufbedingungen auf der teilweise festgefahrenen oder -getretenen Schneedecke 212 Läufer ins Ziel. Die Temperaturen erreichten zwar nicht den Gefrierpunkt, weil aber zumindest zeitweise die Sonne herauskam, wurden die Luft meist als nicht allzu unangenehm empfunden. Als ältester Teilnehmer absolvierte der fast 80-jährige Hans Both aus Prüm die 7340-Meter-Strecke.