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DM-Titel für Jens Roth

Düsseldorf. Mit einem Paukenschlag hat Jens Roth den ersten Teil der Triathlon-Saison beendet. In Düsseldorf sicherte sich der Monzelfelder bei den 20- bis 24-Jährigen den DM-Titel auf der olympischen Distanz. Holger Teusch

Ein Ziel der Saison 2012 hat Jens Roth übererfüllt: "Ich hatte mir einen Platz unter den besten Zehn vorgenommen. Dass ich gewinnen kann, damit habe ich nicht gerechnet", erzählt der 24-Jährige nach seinem DM-Sieg in Düsseldorf. Über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Rad fahren und 9,6 Kilometer Laufen war kein anderer Deutscher seiner Altersklasse schneller. Im Gesamtklassement lag nur wegen eines Fehlers eines Streckenpostens der Münsteraner Patrick Dirksmeier in 1:50:14 Stunden 48 Sekunden vor Roth.

Dessen Pech: Der ehemalige Leistungsschwimmer stieg nach 17:25 Minuten mit 33 Sekunden Vorsprung aus dem Medien-Hafen. Auch auf dem Rad war Roth gewohnt schnell unterwegs. "Nach 20 Kilometern hat mich ein Ordner aber geradeaus weiter geschickt, obwohl ich hätte links abbiegen müssen", erzählt er. Mehr als eine Minute habe ihn das gekostet, schätzt Roth. Zusammen mit Dirksmeier schlüpfte er in die Laufschuhe. Dem Westfalen (33:10 Minuten) konnte Roth zwar nicht folgen, den zweiten Platz verteidigte er aber klar. "Ich habe beim Laufen richtig Druck auf den Füßen gespürt wie im Training." Endlich habe es auch in seiner Zitterdisziplin so geklappt, wie er es sich wünscht. "Ich wusste die ganze Zeit, dass ich das drauf habe", sagt der Schützling von Trainer Marc Pschebizin, der 33:59 Minuten lief.

Der DM-Titel brachte Roth auch die Erfahrung seiner ersten Dopingkontrolle. Außerdem sei er von einem Kadertrainer angesprochen worden: Wenn er sich im Zehn-Kilometer-Lauf auf 33:30 Minuten steigere, dürfe er sich 2013 Hoffnung auf eine Europacup-Teilnahme machen. Im August gilt es für Roth aber sein zweites Saisonziel zu erreichen, den Erstliga-Aufstieg mit seinem Verein RSG Montabaur.