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Doppelt so viele Titel bei Landesjugendmeisterschaften

Doppelt so viele Titel bei Landesjugendmeisterschaften

Sophia Junk, Anna Rodenkirch, Tarek Bakali und Staffel der LG Bernkastel-Wittlich brachten vier Rheinland-Pfalz-Jugendmeistertitel von den Hallentitelkämpfen in Ludwigshafen an Mosel und Saar. Junk und Rodenkirch positionierten sich bereits gut mit Blick auf die Jugend-DM.

Was soll Sophia Junk anderes sagen? Klar, zufrieden sei sie mit ihrem Saisoneinstand am Sonntag bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften. Im Zwischenlauf (7,60 Sekunden) und Finale (7,59) verbesserte die 16-Jährige aus Konz-Oberemmel ihre 60-Meter-Bestzeit und holte überlegen den U18-Titel auf dieser Distanz. In dieser Hallensaison war noch keine unter 18-Jährige in Deutschland schneller. Die Zeit zeige die Perspektive für die kommende Freiluftsaison, sagt Junk wohl wissend, dass sie bei der Hallen-DM auf die bis zu zwei Jahre älteren U20-Sprinterinnen trifft. Auf den ursprünglichen geplanten Start über 200 Meter verzichtete die für die LG Rhein-Wied startende Gymnasiastin. "Ich wollte mir keine Verletzung zuziehen." Denn nach Vor-, Zwischen- und Endlauf über 60 Meter habe sie etwas in ihrer rechten Leiste gespürt. Bereits am Samstag hatte Junk mit der 4 x 200-Meter-Frauenstaffel der LG Rhein-Wied Pech. Nach einem Wechselfehler wurde das Quartett disqualifiziert. "Besser auf den Landesmeisterschaften, als auf den Deutschen", kommentierte Junk den Fauxpas.

Ärgerlicher war da schon für Peter Ehlen, dass er den Einzug ins U18-Finale über 60 Meter haarscharf verpasste. Im ersten Zwischenlauf erzielte der 15-Jährige von der LG Bernkastel-Wittlich (BW) wie Sven Jung 7,55 Sekunden. Doch auf die Tausendstelsekunde genau, die nicht angegeben wird, war der ein Jahr ältere Sprinter vom TV Rheinzabern einen Tick schneller. Im Vorlauf war Ehlen in 7,46 Sekunden persönliche Bestzeit gelaufen. Über 200 Meter wurde der Zeltingen-Rachtiger in 24,35 Sekunden hinter seinem LG-Kameraden Nico Kappes (24,09) Fünfter.

Über zwei Hallenrunden (à 200 Meter) überraschte sich Tarek Bakali selbst. "Ich habe am Freitag meine letzte Abi-Arbeit geschrieben. Das hat mich in letzter Zeit ein bisschen am Training gehindert", erzählte der 18 Jahre alte Jugend-DM-Siebte über 400 Meter Hürden. Am Sonntag ließ Bakali trotzdem mit persönlicher Hallenbestzeit von 51,54 Sekunden die Spezialisten auf der 400-Meter-Flachdistanz hinter sich.

Obwohl Anna Rodenkirch im vergangenen Jahr deutsche U16-Vizemeisterin über 800 Meter war, angesichts der Konkurrenz durch Duathlonmeisterin Madleina Jahner (Ahrweiler) war der U18-Titelgewinn über 1500 Meter der Wittlicherin keine Selbstverständlichkeit. Wie Junk über 60 Meter setzte auch Rodenkirch ein Ausrufezeichen mit Blick auf die Jugend-Hallen-DM. Auf 4:45,37 Minuten verbesserte sie bei ihrem erst zweiten 1500-Meter-Rennen ihre Bestzeit. Jahner war knapp drei Sekunden langsamer (4:48,26). Titelverteidigerin Mara Hermann von der LG Vulkaneifel wurde in 5:17,84 Minuten Vierte.

Mit der U20-Staffel der LG Bernkastel-Wittlich holte Rodenkirch ihren zweiten Landesmeistertitel und löste fast ein weiteres Jugend-DM-Ticket (nach dem über 1500 Meter). In 1:51,02 Minuten distanzierten Helen Hayer, Melissa Rouyer, Rodenkirch und Helena Haag klar das Quartett des TSV Schott Mainz (2:00,41). Zur DM-Norm (1:48,00) fehlten gut drei Sekunden. Bei ihrem Staffeldebüt durfte sich das U18-Quartett des Silvesterlauf Trier e.V. über die Vizemeisterschaft (in 1:57,90 Minuten) freuen. Jonas Westermann holte in 10:20,93 Minuten außerdem U20-Bronze über 3000 Meter in Deutschlands älteste Stadt.

Rouyer war zuvor wie bereits im vergangenen Jahr über 400 Meter in 1:02,77 Minuten Vizemeisterin geworden. Ebenfalls den zweiten Platz belegte Dreispringer Aaron Strupp von der TG Konz. Mit 12,20 Metern musste er allerdings klar die Überlegenheit von Imran Ahmed (TSG Grünstadt/13,69) anerkennen, der mit jedem seiner gültigen Versuche die 13-Meter-Marke überflog.

Ergebnisse Rheinland-Pfalz-Jugendhallenmeisterschaft:
(in Klammern Rheinlandwertung, wenn unterschiedlich)

Weibliche Jugend:
U18, 60 m: 1. Sophia Junk (Konz-Oberemmel/LG Rhein-Wied) 7,59 Sekunden. 200 m: 14. (6.) Helena Haag (BW) 28,32 Sekunden. 1500 m: 1. Anna Rodenkirch (BW) 4:45,37 Minuten, 4. (3.) Mara Hermann (LGV) 5:17,84. 4 x 200 m: 6. (3.) BW (Baum, Joseph, Trossen, Bauer) 2:04,33 Minuten. Hoch: 9. (5.) Angelina Baum (BW) 1,50 m.
U20, 200 m: 6. (2.) Helen Hayer (BW) 27,67 Sekunden. 400 m: 2. (1.) Melissa Rouyer (BW) 1:02,77 Minuten. 4 x 200 m: 1. BW (Hayer, Rouyer, Rodenkirch, Haag) 1:51,02 Minuten.

Männliche Jugend:
U18, 200 m: 4. (2.) Nico Kappes 24,09 Sekunden, 5. (3.) Peter Ehlen 24,35. 400 m: 6. (4.) Maximilian Fuchs 56,03 Sekunden (alle BW). 800 m: 6. (3.) Giulio Ehses (PST Trier) 2:08,84 Minuten. 1500 m: 6. (1.) Lorenz Bell (LGV) 5:08,42 Minuten. 3000 m: 6. (4.) Thomas Wilson 11:20,31 Minuten, 7. (5.) Lennart Jung 11:20,74, 8. (6.) Jonas Horn 11:21,88 (alle SL). 4 x 200 m: 2. (1.) SL (Wilson, Pütter, Horn, Jung) 1:57,90 Minuten. Weit: 7. (4.) Fuchs 5,58 m. Drei: 2. (1.) Aaron Strupp (TG Konz) 12,20 m.
U20, 200 m: 6. (3.) Tim Brang (LGV) 24,53 Sekunden. 400 m: 1. Tarek Bakali (BW) 51,54 Sekunden, 5. Brang 53,96, 6. Patrick Baum (BW) 54,65, 8. Paul Bührmann (BW) 55,40. 3000 m: 3. Jonas Westermann 10:20,93 Minuten, 4. Peter Schuh 10:46,06 (beide SL). 60 m Hürden: 4. (2.) Bührmann 10,06 Sekunden. Kugel (6 kg): 5. (3.) Bührmann 11,52 m.

Rahmenwettbewerbe U16 (am 23. Januar):
Mädchen, 60 m: 4. Charlotte Reihs (PST) 8,29 Sekunden (VL: 8,28), 18. Maren Schumacher (PST) 8,58, 21. Eva-Lotte Müller (BW) 8,65 (VL: 8,51). 300 m: 4. Müller 45,48 Sekunden, 6. Schumacher 46,20, 13. Sophie Berg (BW) 47,04. 800 m: 2. Lena Johanns (LG Vulkaneifel) 2:26,25 Minuten, 5. Marie Dietsch (PST) 2:39,13. Weit: 3. Reihs 4,98 m, 16. Marie Dietsch (PST) 4,61. Kugel (3 kg): 2. Katrin Weischer (BW) 11,32 m
Jungen, 60 m: 6. Florian Raadts (BW) 7,82 Sekunden. 300 m: 8. Raadts 41,67 Sekunden. 800 m: 1. Felix Moll (BW) 2:16,75 Minuten.

Abkürzungen: BW = LG Bernkastel-Wittlich, LGV = LG Vulkaneifel, PST = Post-SV Trier, SL = Silvesterlauf Trier e.V.

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