Drei aus der und eine für die Region Trier im Berliner Olympiastadion

Leichtathletik : Drei aus der und eine für die Region Trier in Berlin

Hindernislauf-Europameisterin Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier ist bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Olympiastadion haushohe Favoritin. Mit Sophia Junk, Aline Petry und Kevin Ugo sind drei Spinterinnen dabei, die das Lauf-ABC in der Region Trier gelernt haben.

(teu) Seit 2015 heißt die Deutsche Meisterin im 3000-Meter-Hindernislauf Gesa Felicitas Krause - und es sieht nichts danach aus, als würde sich daran am Sonntagnachmittag (4. August, 16.40 Uhr) etwas ändern. Die Euromeisterin vom Verein Silvesterlauf Trier kann sich einen Tag nach ihrem 27. Geburtstag ihren fünften Titel in Folge sichern. Damit würde Krause mit Rekordmeisterin Antje Möldner-Schmidt (LC Cottbus) gleichziehen, die 2008/09 sowie 2012-14 gewonnen hat.

Die nationale Jahresbestenliste führt Krause in 9:20,31 Minuten mit mehr als einer halben Minute Vorsprung an. Alles andere als ein Sieg von Krause wäre eine Überraschung. Aber für Krause auch kein Selbstverständlichkeit. „Der Deutsche Meistertitel ist immer etwas besonderes. Aber es geht mir nicht nur um den Titel, ich möchte auch ein gutes Rennen abliefern - für mich vom Laufgefühl her und von der Hürdentechnik“, erklärt die erfolgreichste deutsche Langstrecklerin der vergangenen Jahre. An das Berliner Olympiastadion hat Krause sowieso beste Erinnerungen. Hier wurde sie im vergangenen Jahr Europameisterin und lief vor zwei Jahren deutschen Rekord (9:11,87 Minuten).

Wie in den vergangenen Jahren hat sich aus Dillenburg in Hessen stammende Krause im Höhentrainingslager in der Schweiz vorbereitet. „Ich war einen Monat in Davos und habe gut trainiert. Jetzt bin ich froh, dass die Saison richtig in den Startlöchern steht. Ich fühle mich gut vorbereitet“, erzählt sie. Die meiste Zeit war auch Trainer Wolfgang Heinig mit dabei. Das Erfolgsduo in diesem Jahr natürlich vor allem die internationalen Herausforderungen im Blick. Die erste folgt bereits eine Woche nach der DM mit der Team-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf den Welttitelkämpfen Ende September/Anfang Oktober in Doha.

Das ist für U-23-Staffel-Europameisterin Sophia Junk ein Traum. Mittelfristig dürfte dieser für die 23-Jährige, die das Sprint-Handwerkszeug bei der TG Konz und Winfried Weires erlernt hat und seit 2015 bei der LG Rhein-Wied unter Martin Schmitz zu den besten deutschen Kurzstrecklerinnen aufgestiegen ist, zur Realität werden. Junk startet sowohl über 100 Meter als auch über die doppelte Distanz und mit der 4 x 100-Meter-Vereinsstaffel mit Finalchancen. Gespannt sein darf auf das DM-Debüt über 400 Meter des aus Trier stammenden und nun für den TV Wattenscheid startende Kevin Ugo.

Einfach dabei sein heißt es für Aline Petry. Die 24-Jährige aus Haag im Hunsrück, die für die LG Bernkastel-Wittlich Jugend-DM-Fünfte über 400 Meter Hürden war, hat beim Besuch der Europameisterschaften im vergangenen Jahr einen Entschluss gefasst: „Im Olympiastadion möchte ich auch mal laufen!“ Diesen Traum macht sich die mittlerweile für Hannover startend Studentin dank ihrer Verbesserung auf 1:00,78 Minuten als Norddeutsche Vizemeisterin bereits am heutigen Samstag wahr.

Mehr von Volksfreund