Eifel ganz hart: Blutige Knie für die Ehre beim Strongmanrun

Eifel ganz hart: Blutige Knie für die Ehre beim Strongmanrun

Nebel, Kälte, Regen - beim zum zweiten Mal auf dem Nürburgring ausgetragenen Fisherman's Friend Strongmanrun zeigte sich die Eifel von ihrer harten Seite. Vorjahressieger Florian Neuschwander vom Post-SV Trier belegte unter knapp 10 000 Startern den dritten Platz.

Florian Neuschwander vom Post-SV Trier schaffte es nach seinem Sieg 2011 ein Jahr später auf den dritten Platz beim Fisherman's Friend Stronmanrun am Nürburgring. Foto: Holger Teusch

He-Man, Supermen- und -girls, Neandertaler mit Knochen, Wikinger, Hulks, Schiffskapitäne ohne Boot im Wassertümpel, verspätete Weihnachtsfrauen und natürlich Clowns, fast die gesamte Palette an Comicfiguren lief am Samstag rund um den Nürburgring - und zog sich selbst durch den Schlamm. Beim Fisherman's Friend Strongmanrun liefen viele der 10 000 Starter verkleidet über den insgesamt rund 20 Kilometer langen und mit 30 Hindernissen bestückten Parcours.

Nach seinem Sieg vor einem Jahr schaffte es Florian Neuschwander wieder aufs Podest. Diesmal belegte der 30-Jährige vom Post-SV Trier hinter den beiden Göttingern Knut Höhler (1:38:12 Stunden) und Florian Reichert (1:39:33) in 1:41:40 Stunden den dritten Platz. Auf der ersten Runde führte Neuschwander. Doch auf den zweiten zehn Kilometern holte Höhler wieder auf. An manchen Hindernissen habe er gegen den Spezialisten, der auch schon das Tough Guy Race in Großbritannien gewonnen hat, eine halbe Minute verloren, glaubt Neuschwander. Der Trierer hatte sich nicht speziell auf die Hindernisse vorbereitet. Im Getümmel der Überrundungen schlich sich auch Reichert zunächst unbemerkt an Neuschwander vorbei.

Wie die meisten Teilnehmer kamen auch die Schnellsten blutigen Knie und mancher anderen Wunde ins Ziel. Gegenüber 2011 waren die Hindernisse schwerer. Der Matsch war tiefer und das Wasser kälter. Erstmals gab es auch ein Hindernis, bei dem die Teilnehmer Slalom um stromführende Drähte laufen mussten. Die Riesen-Wasserrutsche "Niagara Falls" war für die meisten noch ein Spaß. Teamarbeit war bei der Überquerung der bis zu 3,5 Meter hohen Heuballenberge gefragt.

Schnellste Frau war Rebecca Kaltenmeier (Freiburg) in 1:54:12 Stunden vor der ehemaligen deutschen U23-Crosslauf-Meisterin Heike Bienstein (Dortmund/1:57:38) und der Schweizerin Carol Koster (2:04:33). Von 9958 Startern (gemeldet waren 12 027 Läufer) erhielten 9294 im Ziel die Ehrenmedaille der Finisher. Fernsehmoderator Oliver Pocher und Ex-Boxweltmeister Sven Ottke liefen nur eine Runde mit.