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Eine Europameisterschaft zum Motivation tanken für Tim Dülfer aus Trier

Triathlon : Eine Europameisterschaft zum Motivation tanken

Gleich Tim Dülfers erstes Rennen mit Profilizenz war eine Europameisterschaft. Beim Ironman 70.3 in dänischen Elsinore belegte der Trierer den 17. Platz.

(teu) Es war nicht die Hitze schuld und auch (noch) nicht die Anstrengung, weshalb Tim Dülfer beim Ironman 70.3. im dänischen Elsinore schon vor dem Start ins Schwitzen kam. „Den ersten Schweißausbruch bekommt man schon beim Briefing, wenn man sieht, wer da alles anwesend ist“, erzählt der 27-Jährige aus Trier. Sein erster Triathlon mit Profi-Lizenz war gleich die Ironman-Europameisterschaft auf der Mitteldistanz von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und einem abschließenden Halbmarathonlauf (21,1 Kilometer). Entsprechend prominent waren die Teilnehmer bei der obligatorischen Besprechung von Dülfers Startgruppe vor dem Rennen. Da standen der zweimalige Europameister Rodolphe von Berg, ehemalige Jugend-Europameister George Goodwin oder der ehemalige Europameister auf der Olympischen Distanz, Filipe Azevedo, neben Dülfer.

Dass Dülfer nach seinem 17. Platz trotz Verbesserung seiner Mitteldistanz-Bestzeit um gut zehn Minuten auf 4:03:33 Stunden noch viel Potenzial sieht, liegt aber nicht an übermäßiger Nervosität angesichts großer Namen. Vielmehr fehlen ihm die Schwimm-Einheiten, sagt Dülfer. Viele Konkurrenten hätte dagegen auch die erste Triathlon-Disziplin während der letzten eineinhalb Jahre der Pandemie weitgehend normal trainieren können. 27:02 Minuten, um 1900 Meter im Wasser zurückzulegen bedeuten dann gleich gut fünf Minuten Rückstand zur Spitze.

Die auf dem Rad trotz sechsmal größeren Zeitaufwands keine zehn Minuten schneller war als Dülfer (2:11:30 Stunden). „Beim Radfahren war ich auf der Jagd“, erzählt der Trierer, der seit 2020 für das Tri-Team SV Gerolstein startet. Dülfer überholte und überholte. Auch beim Laufen ging es nach Plan los. Auf der zweiten Hälfte wurde es dann aber etwas zäh, so dass der letzte Crosslauf-Bezirksmeister (im Januar 2020) mit 1:18:59 Stunden für 21 Kilometer noch einmal zehn Minuten auf die Schnellsten verlor. Hier machte sich die fehlende Rennhärte bemerkbar.

„Die Leistung ist eine solide Basis, mit der man arbeiten kann“, ist sich Dülfer sicher. Zumal er seinen Start in Elsinore kaum speziell vorbereiten konnte. Nicht einmal einen Monat vor dem Rennen war für den Sozialpädagogen klar, dass er rund am das Schloss, in dem Shakespeare seinen Hamlet spielen ließ, würde starten können. Es war Dülfers erster Triathlon seit August 2019. Er hofft, jetzt wieder mehr Wettkampfluft schnuppern zu können. „Ich bin extrem motiviert, mich weiter nach vorne zu arbeiten“, sagt Dülfer.