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Einziges reales und richtungsweisendes Triathlon-Bundesligarennen

Triathlon : Einziges reales und richtungsweisendes Bundesligarennen

Das PSD-Bank-Team Tri Post Trier startet am zweiten Samstag im September beim einzigen realen Aufeinandertreffen der Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga in Saarbrücken.

Eigentlich geht es beim einzigen realen Rennen der Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga um nichts. Könnte man jedenfalls meinen. Denn die Deutsche Triathlon-Union (DTU) hat beschlossen, 2020 keine Saisonwertung durchzuführen. Es wird keinen deutschen Mannschaftsmeister geben und auch die Auf- und Abstiegsregelungen sind außer Kraft gesetzt.

Wichtig ist der einzige reale Wettkampf am 12. September in Saarbrücken (bisher trafen die Mannschaften nur bei virtuellen Radrennen und dezentralen Swim- and Run-Wettkämpfen aufeinander) aber für die Zukunft, sagt Tri-Post-Coach Marc Pschebizin: „Wenn wir jetzt ein gutes Zeichen setzen, ist das auch dafür nächstes Jahr richtungsweisend.“ Für Sponsoren, aber auch intern will man sich zeigen.

Um den Sieg, der für Serienmeisters EJOT Team TV Buschhütten reserviert zu sein scheint, werden die Trierer Triathleten nicht mitschwimmen, Rad fahren und laufen können. „So Platz zehn bis zwölf wäre super“, sagt Pschebizin zu den realistischen Möglichkeiten im 16 Mannschaften umfassenden Feld. Das veränderte Format mit fünf Einzelrennen über jeweils 650 Meter Schwimmen, 14 Kilometer Rad fahren und 4200 Meter Laufen kommen seinen Schützlingen und besonders Jens Roth entgegen. Der fünfmalige deutsche Crosstriathlon-Meister trifft im ersten der fünf Rennen allerdings fast ausschließlich auf Weltcup-Starter, darunter Vizeweltmeister Justus Nieschlag (Buschhütten).

Als starker Schwimmer führt Jens Roth das PSD-Bank-Team Tri Post Trier im einzigen realen Rennen der ersten Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga an. Foto: Holger Teusch

Im zweiten Rennen vertritt Andreas Theobald, im dritten Timo Spitzhorn und im fünften der Luxemburger Oliver Gorges das Tri-Post-Team. Die vier besten Platzierungen der Teammitglieder in ihren jeweiligen Rennen werden addiert und so eine Rangliste erstellt. Ein Fragezeichen steht aus Trierer Sicht noch hinter dem Einsatz von Vincent Lafleur im Rennen vier. Der müsse als Franzose noch einen negativen Corona-Test vorweisen, erklärt Pschebizin. Aber auch wenn Lafleur nicht starten könne, sei dies nur dann von Nachteil für das Tri-Post-Team, wenn einer der übrigen vier Athleten nicht ins Ziel kommt.

Zuschauer sind bei der sich etwa über sieben Stunden (mit Frauen-Bundesliga) ziehenden Veranstaltung auf dem Gelände der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken nicht zugelassen. Mit der Aufteilung in fünf Einzelrennen (Start im 45-Minuten-Abstand) sollen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Die gesamte Veranstaltung wird per Livestream im Internet übertragen: www.triathlonbundesliga.de