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Eiskalter und schnellster deutscher 3000er

Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel lief bei Eiseskälte in Hillesheim 3000 Meter so schnell, wie in diesem Jahr noch kein Mitglied eines deutschen Vereins.
Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel lief bei Eiseskälte in Hillesheim 3000 Meter so schnell, wie in diesem Jahr noch kein Mitglied eines deutschen Vereins. FOTO: Holger Teusch
Hillesheim. Samuel Fitwi überragte mit der deutschen 3000-Meter-Jahresbestzeit alle anderen Leistungen beim Läuferabend in der Eifel. Bei einstelligen Temperaturen liefen aber auch Anna Rodenkirch, Nora Schmitz, Philipp Klaeren und Dominik Werhan gute Zeiten. Holger Teusch

Temperaturen nur wenig über den Gefrierpunkt, Winterjacke und lange Unterhose bei den unentwegten Zuschauern, aber Samuel Fitwi wirft seine Mütze weg, weil es ihm während des 3000-Meter-Rennens warm wird. Der 21 Jahre alte Läufer der LG Vulkaneifel (LGV) sorgte bei der Premiere des LGV-Läufermeetings in Hillesheim für das herausragende Resultat, als er über siebeneinhalb Stadionrunden in 8:34,13 Minuten gewann. So schnell wie der Flüchtling aus Eritrea war in diesem Jahr noch kein Läufer eines deutschen Vereins.

Doch die Kälte vereitelte am Mittwochabend auch die DM-Qualifikationsträume von Anna Rodenkirch und Nora Schmitz. Sowohl die Mittelstrecklerin der LG Bernkastel-Wittlich, als auch die Läuferin vom Post-Sportverein Trier (PST) liefen mit schmerzverzerrtem Gesicht ins Ziel. Dabei blieb Rodenkirch über 800 Meter in 2:20,86 Minuten nur gut zwei Sekunden über der Norm für die deutschen U18-Titelkämpfe.

Schmitz lief über 5000 Meter in 17:31,32 Minuten ähnlich schnell, wie im vergangenen Jahr bei den deutschen Meisterschaften (17:30,67), aber angesichts der Kälte deutlich über der DM-Norm (17:17,00). Mit einer tollen Steigerung auf den letzten zwei Kilometern, die er allein laufen musste, gewann Philipp Klaeren (PST) bei den Männern in 15:43,14 Minuten. Die unterkühlte Muskulatur verhinderte auch, dass Dominik Werhan (PST/2:32,69) und Jakob Gieße (LGV/2:36,73) über 1000 Meter die 2:30-Minuten-Schallmauer durchbrachen.

Ergebnisse:
Frauen, 800 m: 1. Anna Rodenkirch (LG Bernkastel-Wittlich/U18) 2:20,86 Minuten, 2. Lena Johanns 2:27,79, 3. Lena Kaster 2:32,29. W50: Annelie Zimmer (LGV) 3:07,03. 5000 m: 1. Nora Schmitz (PST) 17:31,32 Minuten.
Männer, 1000 m: 1. Dominik Werhan (PST) 2:32,69 Minuten, 2. Jakob Gieße (LGV) 2:36,73, 3. Tom Reuter (LGV/U20) 2:45,17, 5. Andreas Koster (PST) 2:46,65, 6. André Wilhelms (PST) 2:49,67. M50: Günter Willems (SV Neunkirchen-Steinborn) 3:04,70. M65: Hans Kaiser (LGV) 3:44,48. 3000 m: 1. Samuel Fitwi (LGV) 8:34,13 Minuten, 2. Christoph Gallo (LGV) 8:58,07, 3. Martin Hilgers (AC Eifel) 9:29,67, 4. Oliver Ewen (PST/M30) 9:55,47, 5. Lorenz Bell (LGV/U18) 10:02,01. 5000 m: 1. Philipp Klaeren (PST) 15:43,14 Minuten.
Mädchen, 50 m: 1. Michelle Großmann (W11) 8,05 Sekunden, 2. Michelle Schramm 8,15, 3. Lara Heinen (W10) 8,47, 4. Saskia Goretzka (W12) 8,56. 100 m: 1. Lena Heinen (W14) 14,22 Sekunden, 2. Katharina Reisch (W15) 14,65. (alle LGV) 800 m: 1. Heinen 2:44,23 Minuten, 2. Lena Rotta (LG Maifeld-Pellenz/W11) 2:59,95, 3. Anna Michels (LGV/W10) 3:02,53.
Mixed, 6 x 50 m: 1. GSH 54,25 Sekunden, 2. JSG Vulkanland-Berndorf 57,58, 3. LGV 58,72.
Jungen, 50 m: 1. Martin Treitges (LGV/M12) 8,16 Sekunden, 2. Finn Willars (LGV/M13) 8,47, 3. Kai Kirwel (GSS/M11) 8,48, 4. Tommy Junk (GSH/M10) 9,40.
Abkürzungen: GSH = Grundschule Hillesheim, GSS = Graf Salentin Schule Jünkerath, LGV = LG Vulkaneifel, PST = Post-Sportverein Trier

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