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Ex-Schwimmer Jens Roth gewinnt Triathlon nur an Land

Schnell per pedes und beim Treten in die Pedalle: Jens Roth von Tri Post Trier war im Hauptrennen des Zeller Mittelmosel-Duathlons der Schnellste.
Schnell per pedes und beim Treten in die Pedalle: Jens Roth von Tri Post Trier war im Hauptrennen des Zeller Mittelmosel-Duathlons der Schnellste. FOTO: Holger Teusch
Zell. Die Koblenzerin Judith Wirth und Jens Roth von Tri Post Trier waren die Schnellsten im Hauptrennen des Zeller Mittelmosel-Duathlons. Der geplante Triathlon fiel wegen des hohen Wasserstandes der Mosel aus. Es wurde zweimal gelaufen und einmal Rad gefahren. Holger Teusch

Beim Blick auf die braunen Wassermassen der Mosel wurde auch dem Letzten klar: Schwimmen war beim Mittelmosel-Triathlon (MMT) in Zell unmöglich. Der Ausdauerdrei- wurde zum -zweikampf, zum Duathlon. Statt über die olympische Triathlon-Distanz wurde im Hauptrennen, das auch als Ligawettkampf der Regionalliga Mitte zählte, zu Beginn 5,2 Kilometer gelaufen, dann 40 Kilometer Rad gefahren und zum Abschluss noch einmal 10,4 Kilometergelaufen.

Weil er vom Schwimmen kommt, war Jens Roth "sehr, sehr traurig", dass seine Paradedisziplin ins Wasser fiel. Aber Roth stellte sich schnell auf die neue Situation ein. Zusammen mit seinen Mannschaftskameraden Andreas Theobald und Tim Dülfer von Tri Post Trier kam er nach 5,2 Kilometer in fast exakt 17 Minuten an der Spitze des mehr als 200-köpfigen Starterfelds zum Wechsel aufs Fahrrad. Auf dem Fahrrad raste Roth in weniger als einer Stunde zweimal die Runde über Bullayer und Zeller Moselbrücke jeweils mit dem Abstecher auf den Barl. "Ich habe Jens auf der ersten Runde bergrunter verloren und musste die letzten 30 Kilometer alleine fahren. Und zweieinhalb Minuten Rückstand nach dem Rad fahren war ein bisschen viel", haderte Theobald, der in 1:00:42 Stunden immer noch Drittschnellster auf zwei Rädern war, ein wenig mit seiner Leistung.

Denn beim abschließenden 10,4-Kilometer-Lauf konnte der 23-Jährige die Lücke nicht mehr schließen. Roth war in einer komfortablen Lage. "Ich habe zuerst den Schnitt von 3:40 Minuten pro Kilometer angepeilt, um nicht allzu hart loszulaufen. Andy kam zwar immer näher, aber ich wusste, dass ich noch mal Druck machen kann. Ich habe mir bewusst meine drei 3:20er-Schnitts für die letzte Runde aufgehoben", sagte der Sieger über seine Taktik. Auf der sogenannten "Brücke der Unsterblichkeit", die von der Lauf- über die Radstrecke ins Ziel führt, hatte Roth genügend Zeit, sich von den mehreren Hundert Zuschauern feiern zu lassen. Am wichtigsten sei im Endeffekt aber der Sieg mit der Tri-Post-Trier-Regionalliga-Mannschaft. Bei den Frauen erzielte die Koblenzerin Judith Wirth in 2:20:53 Stunden das beste Resultat.

Auf der Jedermanndistanz (2600 Meter Laufen, 20 Kilometer Rad fahren, 5200 Meter Laufen) gab es durch Helena Dunkel aus Daun einen weiteren Gesamtsieg für die Region Trier. Die 31-Jährige ließ in 1:12:40 Stunden Elsa Milz (Mamagen/1:13:29) und die 16 Jahre alte Lutzeratherin Julia Marinus (TV Cochem/1:13:34) hinter sich. Schnellster mann war Marc Eggeling (TG Oberlahnstein/1:00:17) vor dem Morbacher Thomas Koch (Ausdauerteam.de/1:05:25) und dem Trierer Peter Schermann (1:05:46).

Besonders interessant und auch etwas kurios gestalteten sich die Rennen der rheinland-pfälzischen Triathlon-Ligen (RTV-Ligen). Bis auf die auf 14 Kilometer verkürzte Radstrecke (Bullay-Zeller Brückenrunde ohne Barl-Anstieg) war die Strecke identisch mit der Jedermanndistanz. Die Mannschaften mussten das Rennen gemeinsam bestreiten. Gegenseitige Hilfe wie Windschattenfahren und Anschieben beim Laufen inklusive. Die zweite Tri-Post-Mannschaft belegte in der zweiten RTV-Liga den zehnten, die Frauen den fünften Platz. Die Senioren kamen in der RTV-Masters-Liga auf den sechsten Rang.

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