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Fehlende Meter in Gerolstein als Ausgleich für Echternach

Fehlende Meter in Gerolstein als Ausgleich für Echternach

Die Freude über die guten Zeiten beim 26. Gerolsteiner Stadtlauf währte nur kurz. Die Strecke des Zehn-Kilometer-Hauptlaufs war rund 100 Meter zu kurz. Linda Betzler aus Igel und der Marokkaner Ammouta Younges siegten.

Auf den ersten Kilometern führten die Belgier Roger Königs (links) und Eddy Vandeputte die Spitzengruppe beim 26. Gerolsteiner Stadtlauf an. Foto: Holger Teusch
Philipp Klaeren vom PST Trier (vorn) als Fünfplatzierter und Dominik von Wirth von der TG Konz als Sechstplatzierter waren die schnellsten Läufer der Region beim 26. Gerolsteiner Stadtlauf. Foto: Holger Teusch
Der Marokkaner Ammouta Younes gewann den 26. Gerolsteiner Stadtlauf über knapp zehn Kilometer in 30.22 Minuten vor seinem Landsmann Charai Abderrazzak, der 32 Sekunden langsamer war. Foto: Holger Teusch

Noch vor zehn Jahren hätte nur eine nachträglich Vermessung Klarheit geschafft, vorgestern zeigte bei vielen Läufern ein Blick auf ihre Uhr im Ziel nicht nur eine gute Zeit, sondern auch einen Grund für diese: Zwischen 100 und 300 Meter weniger als zehn Kilometer zeigten die Chronometer, die satellitengestützt per GPS auch die gelaufenen Strecke messen, an.

Der Parcours des Gerolsteiner Stadtlaufs war zu kurz! Bauarbeiten machten Änderungen nötig. Einen brutalen Anstieg am Wendepunkt auf dem Kylltalradweg wollte man aber nicht ins Streckenprofil aufnehmen, erklärte Jochen Kowalinski vom SV Gerolstein.

Die meisten Läufer nahmen es gelassen: Beim vorangegangenen Wertungslauf zum Bitburger-Läufercup in Echternach sei die Strecke etwas zu lang gewesen. Dass die Strecke in Gerolstein, dem dritten von neun Rennen zur Kurz "Bit-Cup" genannten Laufserie, zu kurz gewesen sei, sei nun ein Ausgleich, war zu hören. Im Bitburger-Läufercup werden die besten sechs Zeiten eines Teilnehmers addiert, um die Cup-Wertung zu erstellen.

Auch bei korrekter Streckenlänge hätte Ammouta Younges den Streckenrekord von Marc Kowalinski (30:57 Minuten) wohl geknackt. Der Marokkaner, der zuletzt den Halbmarathon beim Mittelrhein-Marathon gewonnen hatte, siegte in 30:22 Minuten vor seinem Landsmann Charai Abderrazzak (30:54). Hinter den Belgiern Roger Königs (31:27) und Eddy Vandeputte (31:41) war Philipp Klaeren (PST Trier/32:15) bester Läufer der Region. Den spannenden Dreikampf bei den Frauen entschied die für die LG Rhein-Wied startende Linda Betzler aus Igel in 36:20 Minuten für sich.