Aktiv und sicher mit dem Rad: Wer sich bewegt, lebt länger

Volksfreund-Serie : Aktiv und sicher mit dem Rad: Wer sich bewegt, lebt länger

Drei Viertel aller Deutschen treten in die Pedale. Der Trierische Volksfreund gibt in einer neuen Serie Infos und Tipps.

Sportliche Menschen leben länger. Das belegen wissenschaftliche Studien. Regelmäßige Bewegung tut gut und reduziert das Risiko eines Herzinfarkts, beugt Osteoporose vor und hält die Gelenke in Schuss. Vor allem das Radfahren gilt unter Medizinern als idealer Sport für fast jedes Alter. „Durch die zyklischen Bewegungsabläufe werden die Hüft-, Knie- und Fußgelenke wesentlich weniger belastet als zum Beispiel beim Joggen“, sagt der Trier Sportmediziner Christian Fink. „Dank der neuen E-Bikes müssen sogar Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen nicht mehr auf das Radfahren verzichten.“

In Skandinavien wird mit den gesundheitlichen Wirkungen des Radfahrens sogar gerechnet. Jeder Radfahrer, so das Ergebnis einer mehrjährigen Modellstudie in drei norwegischen Städten, der täglich 30 Minuten im Sattel sitzt, erspart dem Gesundheitssystem bis zu 1200 Euro jährlich.

Aber auch in Deutschland gehört das Rad längst zu den beliebtesten Sportgeräten. 76 Prozent der Deutschen fahren Rad. Das belegt die aktuelle Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ADFC, die Anfang März vorgestellt worden ist. 51 Prozent davon nutzen das Fahrrad für Ausflüge und Reisen. „4,5 Millionen Kurzreisende sind an Wochenenden mit dem Fahrrad unterwegs, 3,1 Millionen unter der Woche“, sagt Tourismusexpertin Louise Böhler. Sie empfiehlt den Regionen deshalb, sich auf Tages- und Kurzzeitreisende einzustellen.

Die Region Eifel-Saar-Mosel mit ihren weit mehr als 1000 Kilometern Radwegen alleine an Flüssen und auf alten Bahntrassen ist darauf gut eingestellt. So gehört der Moselradweg bei der Auflistung der beliebtesten Reiseziele 2018 von Radreisenden bundesweit auf Rang fünf von 242.

Der Trierische Volksfreund will mit seiner neuen Serie, die heute startet, Lust auf Bewegung mit dem Rad machen. In den kommenden zwei Wochen werden zahlreiche Aspekte dieses Fortbewegungsmittels und Sportgeräts beleuchtet. Welches ist das richtige Rad? Was ist beim Radfahren mit Kindern zu beachten? Wann haben Radler Vorfahrt? Wie kann ich mein Fahrrad vor Diebstahl schützen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden sie in den kommenden Tagen in der gedruckten Zeitung und auf volksfreund.de

Zum Auftakt geht es heute um die Gesundheit. Denn egal, ob beim entspannten Ausflug an Mosel, Kyll und Ruwer oder bei der sportlichen Mountainbike-Hatz in den Höhen von Eifel und Hunsrück: Falsche Sattelhöhe, Sitzposition oder Griffhaltung können den Spaß schnell verleiden. „Es ist wirklich wichtig, vor dem ersten Aufsteigen auf das Rad auf die richtige Geometrie zu achten“, sagt der Sportlehrer und Fitnesscoach Christoph Heib. „So darf zum Beispiel für die richtige Position auf dem Rad das Bein nicht komplett durchgestreckt sein, wenn die Ferse auf das Pedal aufgesetzt wird.“

Zum Abschluss der Serie lädt das Medienhaus Trierischer Volksfreund alle Radfahrer am 7. und 8. April zum Volksfreund-Bike-Day nach Irrel (Eifelkreis Bitburg-Prüm) ein. In der Südeifel kommen besonders jene auf ihre Kosten, die mit groben Stollenreifen Höhenmeter sammeln wollen. Für alle Mountainbiker warten zudem eine Zweiradmesse und viel Unterhaltung.