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Bitburger Laufschule: Laufend Fett verbrennen!

Die Wochen schreiten voran und die Schüler der Bitburger Laufschule spurten fleißig weiter. Letzten Freitag haben Sie erfahren, dass der Ausdauersport alleine nicht sofort zur Gewichtsreduktion führt. Hierfür ist immer auch Muskeltraining notwendig. Heute konzentrieren wir uns darauf, welche Rolle der Fettstoffwechsel dabei spielt.

Kohlenhydrate und Fette sind nicht das Gleiche: Während Kohlenhydrate vor allem als kurzfristige und schnell verfügbare Energielieferanten dienen, sind die Fettdepots des Körpers wichtig für eine langfristige Energiesicherung. Denn sobald nicht mehr auf die Kohlenhydrate zurückgegriffen werden kann, geht der Organismus an die Fettdepots. Bei einer stetig niedrigen Intensität des Lauftrainings könnte der menschliche Sportler theoretisch sogar tausende Kilometer laufend zurücklegen. Doch womit hängt das zusammen?

Bei einem langsamen Lauftempo hat der Sportler mehr Luft und demnach mehr Sauerstoff zur Verfügung. Ist dies der Fall, dann greift der Körper zur Energiegewinnung auf die eigenen Fettsäuren zurück. Mit mehr Sauerstoff wird folglich bei moderater Belastung mehr Fett verbrannt. Dies liegt daran, dass der Körper bei einem gemäßigtem Training lernt, seinen Fettstoffwechsel effektiver zu nutzen. Doch der Mythos, dass man damit automatisch den Pfunden sozusagen langsam und gemütlich davon laufen kann, ist nicht ganz richtig. Entscheidend ist grundlegend die negative Energiebilanz, die der Sportler den Tag über generieren kann.

Außerdem kann der Fettstoff-wechsel gezielt so trainiert werden, dass er auch bei einer schnelleren Geschwindigkeit auf die Fettdepots zurückgreift. Eine effektive Möglichkeit dafür ist das Intervalltraining. Hier wird durch Ruhe- und Sprintphasen der Fettstoffwechsel immer wieder angeregt.

Auch für diejenigen Läufer, die nicht zwingend abnehmen möchten, spielt der Fettstoffwechsel eine große Rolle. Spätestens dann, wenn Sie an der Startlinie des Wettkampfs stehen: Wer zu schnell drauflosläuft, ist fix außer Atem. Das hängt damit zusammen, dass der Kohlenhydratspeicher bei einem zu schnellen Start frühzeitig ausgereizt ist. Muss der Körper dann aus den Fettdepots seine Energie gewinnen, benötigt er dafür mehr Sauerstoff. Dementsprechend müssen Sie beim Laufen einen Gang zurückschalten und wichtige Laufzeit einbüßen.