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Gekämpft und gewonnen: Jens Roth macht DM-Tripel perfekt

Jens Roth von Tri Post Trier hat zum dritten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft im Crosstriathlon gewonnen.
Jens Roth von Tri Post Trier hat zum dritten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft im Crosstriathlon gewonnen. FOTO: Copyright: XTERRA 2017 | Rob @ L
Zittau. Jens Roth gewinnt zum dritten Mal in Folge die deutschen Meisterschaften im Cross-Triathlon. In der Xterra-Europaserie rückt der Trierer Triathlet auf den achten Platz vor. Holger Teusch

Geschenkt wird einem nichts! Das weiß Jens Roth aus - zum Teil bitterer - Erfahrung nur zu gut. Aber wer was riskiert und kämpft, kann auch gewinnen. Und das ist dem 29-Jährigen von Tri Post Trier am vergangenen Samstag bei den deutschen Cross-Triathlon-Meisterschaften im Rahmen des international besetzten Xterra-Wettkampfs in Zittau gelungen.

"Ich habe gepusht ohne Ende, um den Sack schon auf dem Rad zuzumachen", erzählt Roth, wie er die Konkurrenz mit einem hohen Anfangstempo direkt schockte. Wie gewohnt als Schnellster kam der aus Monzelfeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) stammende Ausdauersportler nach 1,5 Kilometer Schwimmen nach 17:48 Minuten sechs Sekunden vor dem Neuseeländer Sam Osborne aus dem Olbersdorfer See. Als einziger der nationalen Konkurrenz hatten der Neckarsulmer Hannes Wolpert (17:57) und der Dresdner Christian Otto (17:50) Sichtkontakt zu Roth , den sie auf der 36 Kilometer langen Mountainbikestrecke aber schnell verloren.

"Mein Plan war, gemeinsam mit Roger Serrano Sam Osborne abzuschütteln", erzählt Roth. Doch schon nach wenigen Kilometern riss bei dem Spanier das Schaltwerk ab. Roth war auf sich allein gestellt, bis der Russe Pavel Andreeev, der Südafrikaner Bradley Weiss und der Franzose Arthus Serrieres zu ihm auffuhren. "Ich wusste, dass die Gruppe der Schlüssel zum Titelhattrick wird", sagt Roth. Extrem riskant sei er gefahren, um den Anschluss zu halten, kam aber sturz- und pannenfrei über die anspruchsvolle Mountainbike-Strecke mit ihren 1160 Höhenmetern.

An der Spitze des Führungsquintetts kam Roth zum Wechsel auf die Laufstrecke. "Unglaublich, wie die Leute ausgerastet sind, als ein Deutscher als Erster in die Wechselzone kam. Vielleicht bin ich in diesem Taumel der Gefühle zu schnell losgelaufen", überlegt Roth. Jedenfalls habe er auf der zweiten Hälfte des knapp zehn Kilometer langen Crosslaufs (für die er 42:13 Minuten benötigte) ganz schön kämpfen müssen. Osborne sicherte sich als Schnellster per pedes (36:24 Minuten) wie schon beim Xterra Polen eine Woche zuvor den Sieg (Gesamtzeit: 2:36:58 Stunden). Hinter Serrieres (2:37:53), Weiss (2:38:45) und Andreev (2:39:54) belegte Roth (2:42:57 Stunden) den fünften Platz. Damit schiebt sich der Trierer auf den achten Platz der Xterra-Europaserie.

"Das wichtigste war aber: Zum dritten Mal in Folge deutscher Meister!", betont Roth. Da er mit vier Minuten Vorsprung auf die nationale Konkurrenz auf die Laufstrecke ging, war klar: Der dritte DM-Titel ist dem Tri-Post-Athleten nicht mehr zu nehmen!

Während Roth in der Eliteklasse der Sportler mit Profilizenz startete, stellte sich sein Vereinskamerad Peter Schermann im Feld der Altersklassensportler der Herausforderung. Er wurde bei den 25- bis 29-Jährigen (Altersklasse M25) in 3:15:51 Stunden Siebter.

Ergebnisse DM Crosstriathlon Elite
Ergebnisse DM Crosstriathlon Altersklassen
Ergebnisse Xterra Elite