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Gesa Krause bleibt bis 2022 beim Verein Silvesterlauf Trier

Laufen : Gesa bleibt Silvesterläuferin!

Die zweimalige Hindernislauf-Europameisterin und deutsche Rekordlerin Gesa Krause verlängert den Vertrag mit dem Verein Silvesterlauf Trier um zwei Jahre.

(teu) Kontrastprogramm zur allgemeinen November-(Corona-)Tristesse beim Vorstand des Vereins Silvesterlauf Trier: Gesa Felicitas Krause, die seit 2017 dem Club angehört, hat ihren Vertrag um weitere zwei Jahre bis 2022 verlängert. Am Mittwochabend, fünf Tage vor dem Ende der Wechselfrist (30.11.), kam das von der zweimaligen Hindernislauf-Europameisterin unterzeichnete Exemplar aus Kenia in Trier an, heißt es aus dem Vorstand. Damit bleibt die erfolgreichste deutsche Bahnlangstrecklerin des vergangenen Jahrzehnts (mindestens) bis zur EM 2022 eine Silvesterläuferin. Beim Heimspiel in München kann sie ihren dritten Europameisterschaftstitel in Folge gewinnen. In den Zeitraum fallen auch die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio.

„Ich freue mich auf weitere zwei Jahre im Verein. Danke für eure Geduld, aber vor allem für die Unterstützung in diesem schwierigen Sportjahr“, habe Gesa Krause ihm in einer E-Mail geschrieben, erzählt Silvesterlauf-Vorstandsmitglied Norbert Ruschel von der Korrespondenz mit der Topsportlerin über Kontinente hinweg. Krause befindet sich zur Zeit in einem sechswöchigen Höhentrainingslager in Iten in in Kenia. Es ist ihr 20. Aufenthalt in dem ostafrikanischen Läuferland und ihr bisher längster. Auch weil die Vorbereitungen auf das Trainingslager entsprechend länger dauerten, Krause viel rund um ihr in diesem Jahr fertiggestelltem Haus im hessischen Dillenburg (nahe ihrem Elternhaus), erfolgte die Vertragsunterzeichnung erst kurz vor Toreschluss.

Dass Krause ihren Vertrag in Trier verlängerte, hatte sich zwar bereits im Sommer angekündigt, ist aber alles andere als selbstverständlich. Mehrere deutsche Topclubs hatten Interesse. Nach TV-Informationen unter anderem auch Bayer Leverkusen. Dass Krause beim Silvesterlauf-Verein bleibe, mache umso stolzer. „Gerade, weil wir ein so kleiner Verein sind“, sagt Ruschel.

Das familiäre Umfeld, das der gut 200 Mitglieder zählende Club bieten kann, habe den Ausschlag für Trierer gegenüber vielleicht dem ein oder anderen Euro mehr gegeben, vermutet Ruschel. „Gesa ist einfach ein tolle Persönlichkeit“, sagt der 55-Jährige. Im Silvesterlauf-Verein und der Stadt fühle sie sich wohl und gut aufgehoben. „Das ist das, was ich gesucht habe, ein Verein, bei dem ich mich als Leichtathletin und Mensch wohlfühle.“

Hans Tilly, der seit August Sprecher des geschäftsführenden Vorstands ist, ist froh, weitere zwei Jahren mit Gesa Krause als Repräsentantin arbeiten zu können. „Sie passt in die Vereins-DNA“, sagt der 69-Jährige. Finanziell sei das Engagement dank der rheinland-pfälzischen Spitzensportförderung und sonstiger Sponsorenerlöse „gut zu stemmen“. Tilly betont, dass alle profitieren: „Man darf nie vergessen, was sich uns durch Gesa im ideellen, aber gegebenfalls auch materiellen Bereich erschließen lässt. Das kommt am Ende auch dem Breitensport und dem Nachwuchs zugute.“