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Gesa Krause läuft mit dem Blick für die Lücke ins EM-Finale

Leichtathletik-Hallen-EM : Mit dem Blick für die Lücke ins Finale

Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier und die gebürtige Rheinland-Pfälzerin Hanna Klein stehen heute (6.3.) im 1500-Meter-Finale der Hallen-Europameisterschaft in Polen.

In gewisser Weise gleich zweimal ist Rheinland-Pfalz heute um 19.50 Uhr im 1500-Meter-Finale der Leichtathletik-Hallen-EM vertreten. Gesa Felicitas Krause vom Verein Silvesterlauf Trier und der in Landau in der Pfalz geborenen Hanna Klein qualifizierten sich gestern im polnischen Toruń souverän für den Kampf um die Medaillen. Klein erzielte mit 4:09,35 Minuten als Siegerin des dritten die beste, Krause als Zweitplatzierte mit 4:09,92 Minuten des ersten Vorlaufs die drittbeste Zeit.

Krause erwischte den erwartet schweren Vorlauf. Die Italienerin Federica Del Buono sorgte auf dem ersten 800 Metern mit konstant knapp 35 Sekunden pro 200-Meter-Runde fürs Tempo. Krause konnte ihre Taktik, sich auf der ersten Rennhälfte an vorletzter Position mitzuschwimmen, umsetzen. Allerdings war sie auf der Innenbahn etwas eingekesselt. Als die Britin Holly Archer 600 Meter vor dem Ziel an die Spitze ging, war Krause hellwach und den Blick für die Lücke. Als Del Buono etwas Richtung Außenbahn tendierte, um den nachfolgenden Läuferinnen den Überholvorgang kurz vor der Kurve zu erschweren, schlüpfte Krause ähnlich wie Dieter Baumann bei seinem legendären Olympiasieg 1992 innen vorbei. Das probierte die 28-Jährige noch einmal mit Glocke für letzte Runde. Doch diesmal machte Archer die Innenbahn dicht. Hinter der britischen Meisterin (4:09,77) Krause verwies allerdings die mit 4:05,71 Minuten Schnellste der Meldeliste Elise Vanderelst (4:10,49) allerdings auf den dritten Platz. „Das ist die zweitschnellste Zeit, die ich je gelaufen bin und für mich die beste Hallensaison, die ich je hatte“, freute sich Krause, die in 4:09,92 Minuten ihren fünf Jahre alten persönlichen Rekord (4:08,91) nur um eine Sekunde verfehlte.

Im Finale heute um 19.50 Uhr könne nun alles passieren. „Ich renne einfach mit und freue mich total darauf. Ursprünglich habe ich mal gesagt, Top Sechs wäre toll, aber jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer am liebsten vorne mitmischen will“, sagte Krause gegenüber dem DLV-Portal leichtathletik.de. Die Belastung von zwei Rennen innerhalb von gut 30 Stunden hat sie mit so vielen Hallenstarts wie noch nie eingeübt.

Drei Spanierinnen und jeweils zwei Deutsche und Britinnen, dazu eine Belgierin und ein Weißrussin treffen im 1500-Meter-Endlauf aufeinander. Die Vorlaufschnellste Hanna Klein erwartet ein offenes und taktisches Rennen. Nicht dabei sein wird Vera Hoffmann. Die Luxemburgerin schied mit 4:20,50 Minuten als Achte des dritten Vorlaufs aus.

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