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Gesa Krause: Sieben Rennen Anlauf bis zur Hallen-DM in Dortmund

Leichtathletik : Sieben Rennen Anlauf bis zur Hallen-DM

Gesa Krause über 1500 Meter und Sophie Junk im 60-Meter-Sprint sind am Wochenende bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Dortmund mit dabei.

Volles Programm für Gesa Felicitas Krause. Die Doppel-Europameisterin vom Verein Silvesterlauf Trier hat am Mittwochabend bereits ihr siebtes Rennen in dieser Hallensaison bestritten. In Toruń, rund 200 Kilometer nordwestliche der polnischen Hauptstadt Warschau, unterbot Krause zum dritten Mal innerhalb von acht Tagen eine Hallen-EM-Norm. In 9:02,04 Minuten war sie über 3000 Meter allerdings knapp sieben Sekunden langsamer, als am 9. Februar in Liévin (Frankreich/8:55,25).

„Das war ein harter Tag. Meine Beine fühlten sich ein bisschen müde an“, erklärte Krause kurz nach dem Rennen. Aber das sei die „Schinderei“, die sie in dieser Corona-Hallensaison gewollt habe. Nach dem „verlorenen Sommer“, wie Krause die vergangene Freiluftsaison kürzlich bezeichnete, versucht die 28-Jährige wieder Wettkampfroutine und -erfahrungen zu sammeln. Insofern sei die Zeit knapp über neun Minuten körperlich wie mental ein gutes Training gewesen. „Auch so ein Rennen ist wichtig“, sagt die Hindernislauf-WM-Dritte.

Zumal der Lauf als einer der schnellsten in die Geschichte eingehen wird. In Weltjahresbestzeit von 8:31,24 Minuten (nur zwölf Läuferinnen waren je schneller) siegte die 19 Jahre alte Äthiopierin Lemlem Hailu vor Hindernislauf-Weltrekordlerin Beatrice Chepkoech aus Kenia (8:31,72). Krause belegte hinter einer weiteren Äthiopierin und der ungarischen Rekord laufenden Viktória Wagner-Gyürkés (8:55,45) den fünften Platz im elfköpfigen Starterfeld hinter. Interessant ist das mit Blick auf die Hallen-Europameisterschaft vom 4. bis 7. März, die ebenfalls in Toruń stattfinden sollen. In der europäischen Jahresrangliste belegte Krause und Wagner-Gyürkés die Plätze zwölf und dreizehn.

Erst einmal geht es am Wochenende (20./21. Februar) aber zu den Deutschen Hallen-Meisterschaften nach Dortmund. In der Helmut-Körnig-Halle startet Krause am Sonntag um 15.50 Uhr über 1500 Meter. Sie trifft auf die Mittelstrecken-Spezialistinnen Caterina Granz (Berlin) und Katharina Trost (München), die in diesem Jahr aber erst rund eine Sekunde schneller waren, als die Silvesterlauf-Athletin am vergangenen Samstag in Luxemburg (4:11,68 Minuten). Grundsätzlich laufe sie in der Halle lieber 1500 Meter als die doppelte Distanz, erklärt Krause.

Bereits am Samstag ist mit Sophia Junk eine aus der Region Trier stammende Sprinterin an der Reihe. Die aus Konz stammende und für die LG Rhein-Wied startende 21-Jährige hat sich in diesem Jahr über 60 Meter auf 7,36 Sekunden verbessert. Damit steht Junk an zwölfter Stelle der nationalen Jahresbestenliste. Aus dem Vorlauf (18 Uhr) kommen nur die acht Schnellsten ins Finale (19.10 Uhr).

„Die Konkurrenz ist stärker denn je. Ich weiß, dass ich nochmal eine sehr gute Zeit nahe an meine Bestzeit laufen muss, um ins Finale zu kommen“, sagt Junk. Unter diesen Voraussetzungen legt sie ihren Fokus weniger auf die Platzierung, als auf die Zeit. „Die Vorbereitung im Winter war echt eine Herausforderung für uns so ganz ohne Halle“, erzählt die Sprinterin. Nachdem sie an der Freiluft-DM wegen erhöhter Temperatur nicht teilnehmen konnte, macht sich Junk über die Zugangskontrollen aber keine Gedanken. Das sei im August einfach Pech gewesen, dass sie genau an dem Tag krank geworden sei (kein Corona, wie ein Test ergab).

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