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Gesa Krause wird Mutter: Wie es sportlich bei ihr weitergehen soll

Leichtathletik : Gesa Krause wird Mutter - wann es soweit sein soll und wie es mit der sportlichen Karriere weitergeht

Die zweimalige Hindernislauf-Europameisterin plant nach dem Silvesterlauf in Trier in die Babypause zu gehen, hat aber weiterhin Olympia 2024 in Paris als großes Ziel.

(teu) Als Gesa Krause vor sechs Jahren ihren Wechsel zum Verein Silvesterlauf Trier erwähnte sie im Interview mit dem Trierischen Volksfreund in einem Nebensatz: „Ich möchte natürlich auch irgendwann eine Familie gründen.“ Was Ende November 2016 noch weit weg war, ist nun Realität. „Ich werde nächstes Jahr Mutter. Voraussichtlich im Frühsommer 2023 ist es so weit“, gab die zweimalige Europameisterin über 3000 Meter Hindernis am Freitagvormittag bekannt. Die Jahrestagung der German Road Races (GRR), die anlässlich des 20-jährigen Bestehens von Krauses Vereins Silvesterlauf Trier am ersten Dezember-Wochenende in Deutschlands ältester Stadt stattfinden, beginnt damit mit einer ebenso überraschenden wie freudigen Nachricht.

Vier Wochen vor dem 33. Bitburger 0,0%-Silvesterlauf stellt sich natürlich die Frage: Läuft Gesa? Wenn es nach der 30-Jährigen geht und die Schwangerschaft bis dahin problemlos verläuft: Gerne! „Von ärztlicher Seite gibt es zu diesem Zeitpunkt keine Bedenken. Ich würde gerne mit einem positiven Gefühl in die Pause gehen - da ist unser Silvesterlauf die beste Gelegenheit“, findet Krause.

Gesa Krause wird Mutter: Wie die sportliche Zukunft aussehen soll

Aus sportlicher Sicht sieht ihr Plan vor, nach der Babypause wieder durchzustarten. 2023 findet in der ungarischen Hauptstadt Budapest die Weltmeisterschaft statt. Die kommt für Krause aber wohl definitiv zu früh. Ihr Fokus liegt ganz auf den Olympischen Spielen 2024 in Paris. „Ich möchte unbedingt ein viertes Mal Olympia erleben. Und dabei ein viertes Mal ins Finale“, erzählt sie. Viermal in einem olympischen Hindernislauf-Finale war bisher weltweit noch keine Läuferin. Krauses einmalige Serie: 2012 in London, mit gerade 20 Jahren, wurde sie Achte, vier Jahre später in Rio de Janeiro Sechste und 2021 in Tokio Fünfte. Vielleicht gelingt es ihr, diese Zahlenfolge fortzusetzen.

Gesa Krauses bisherige Erfolge

Dank ihrer Erfolge bei Olympia, zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften (2015 und 2019), zwei Europameistertitel (2016 und 2018), vielen nationalen Titeln und deutschen Rekorden hat Gesa Krause fünfmal in Folge (2015-19) die Auszeichnung als Läuferin des Jahres eingebracht. Diese wird seit vergangenem Jahr gemeinsam von GRR und Deutschem Leichtathletik-Verband vergeben. In diesem Jahr ist auch die Redaktion des Magazins laufen.de mit im Boot. Bereits 2011 erhielt Krause den GRR-Nachwuchsförderpreis. Ebenso übrigens wie fünf Jahre zuvor Thorsten Baumeister vom PST Trier. Erster Träger des Trainerpreises war 2005 Heinz Reifferscheid von der LG Vulkaneifel.

Zwar erreichte Gesa Krause in diesem Jahr in Eugene wieder das WM-Finale, wegen gesundheitlicher Probleme verlief ihre Saison aber insgesamt enttäuschend. Die Heim-Europameisterschaft in München, bei der sie so gerne um den dritten Titelgewinn in Folge gekämpft hätte, musste sie schweren Herzens absagen. Folglich zählte Krause in diesem Jahr auch nicht zu den Nominierten der Publikumswahl. Im Römersaal der Vereinigten Hospitien wird sie heute Abend aber trotzdem dabei sein und die Laudatio auf die Läuferin des Jahres sprechen.

Beim SWT-Flutlichtmeeting im Trierer Moselstadion signierte Gesa Krause im September noch Startnummern von Kindern, im kommenden Jahr wird die deutsche Rekordlerin vom Verein Silvesterlauf Trier selbst Mutter.
Beim SWT-Flutlichtmeeting im Trierer Moselstadion signierte Gesa Krause im September noch Startnummern von Kindern, im kommenden Jahr wird die deutsche Rekordlerin vom Verein Silvesterlauf Trier selbst Mutter. Foto: Holger Teusch

Die Preisverleihung zum Läufer des Jahres kann am 2.12. ab 19.30 Uhr im Livestream verfolgt werden: https://www.laufen.de/d/live-die-laeuferinnen-und-laeufer-des-jahres-2022