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Hart, härter, Trail Römische Weinstraße

 Von 86 Startern beim Trail Römische Weinstraße mit Start und Ziel in Schweich kamen nach 85 Kilometern und rund 3000 Höhenmetern 56 ins Ziel.
Von 86 Startern beim Trail Römische Weinstraße mit Start und Ziel in Schweich kamen nach 85 Kilometern und rund 3000 Höhenmetern 56 ins Ziel. FOTO: Holger Teusch
Schweich. Anne Christ aus Hermeskeil und René Strosny aus Darmstadt haben den ersten Trail Römische Weinstraße gewonnen. Von 86 Startern kamen am Samstag nur 56 ins Ziel. 1000 Euro sammelten die Extremsportler für die Villa Kinderbunt in Trier. Holger Teusch

Hart, härter, TRW, so könnte seit vergangenem Samstag in Läuferkreisen der Superlativ von hart lauten. Mit dem Trail Römische Weinstraße, kurz TRW, hat der im Frühjahr gegründete gleichnamige Verein erstmals einen Geländelauf an der Mosel organisiert, der seinesgleichen sorgt. Schon die nackten Zahlen beeindrucken: 85 Kilometer lang, 3000 Höhenmeter. Vom Start in Schweich führte die Strecke zunächst links der Mosel bergauf und bergab bis nach Trittenheim, wo für den Rückweg aufs rechte Flußufer gewechselt wurde. "Die Strecke ist der Hammer. Knüppelhart. Den Streckenchef habe ich gestern mehrfach verflucht", schrieb beispielsweise Dennis Grändorf auf der Facebook-Seite der Veranstalter.

Der Augsburger belegte in 13:06:43 Stunden den 18 Platz und kam damit weniger als acht Minuten vor Anne Christ ins Ziel. Die 44-Jährige aus Hermeskeil (13:14:16 Stunden) war damit schnellste Frau unter den 56 Teilnehmern, die das Ziel erreichten. Die Zweitplatzierte Petra Scheunemann aus Wiesbaden folgte angesichts der Streckenlänge mit einem knappen Rückstand von einer Viertelstunde. Gesamtsieger wurde der Darmstädter René Strosny (10:07:25) vor Simon Jung (Bretten bei Karlsruhe/10:28:03) und dem Luxemburger Fernand Clees (10:50:30).

Gestartet waren um sieben Uhr am Morgen bei bereits 20 Grad, Nebel an manchen Weinbergshängen und entsprechend hoher Luftfeuchtigkeit 86 Einzelläufer und zwei Zwei-Mann-Staffeln. Alle, die antraten, seien gut vorbereitet und auch so vernünftig gewesen, im Zweifelsfall auszusteigen, sagt Markus Krempchen. "Gesundheitlich hatten wir keine Probleme. Es gab auch keine Verletzten", sagte der Organisationsleiter. Jeder Starter musste ein Handy und einen Mindestvorrat an Getränken mitführen. Auf der Strecke gab er nur vier offizielle Verpflegungspunkte.

Grundsätzlich zeigte sich Krempchen mit dem Ablauf der TRW-Premiere zufrieden. Zweieinhalb Tage dauerten die Markierungsarbeiten auf der Strecke. Trotzdem verliefen sich einige. Das sei aber bei solchen langen Trailläufen nicht ungewöhnlihches, so Krempchen.

Den nächsten TRW werde es trotzdem erst im Frühjahr 2015 geben. Dann auf einer vermutlich nur 75 Kilometer langen Strecke und dem Zusatzangebot eines Laufs über 30 bis 35 Kilometer.