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Hawaii-Gewinnerin Haug fordert Silvesterläuferinnen um Krause heraus

Silvesterlauf : Hawaii-Gewinnerin Haug fordert Silvesterläuferinnen heraus

Die erste deutsche Ironman-Weltmeisterin Anne Haug startet am 31. Dezember im Sparkasse-Trier-Elitelauf der Frauen des Trierer Silvesterlaufs gegen die internationale und deutsche Lauf-Elite.

(teu) Wer ist die bessere Läuferin? Eine Spezialistin oder ein Multitalent der Ausdauerdisziplinen wie Anne Haug? Diese Frage stellt sich beim 32. Bitburger-0,0%-Silvesterlauf am letzten Tag des Jahres auf dem Trierer Hauptmarkt, wenn internationale und nationale Spitzenläuferinnen im Sparkasse-Trier-Elitelauf der Frauen über fünf Kilometer auf Triathlon-Star Anne Haug treffen. Die 38-Jährige hat 2019 den legendären Ironman auf Hawaii gewonnen. Als erste Deutsche überhaupt!

Mit ihren Laufbestzeiten von 16:13 Minuten über fünf und 33:26 Minuten über zehn Kilometer gehört Haug national zum Vorderfeld. Besondere wenn man bedenkt, dass die Triathletin solche Resultate in der Regel nebenbei bei der Vorbereitung auf Triathlonwettkämpfe erzielte. Kürzlich lief sie bei ihrem Sieg  bei der Challenge St. Pölten in Österreich den abschließenden Halbmarathon in 1:14:07 Stunden. Damit hätte sie bei der Deutschen Meisterschaft über 21,1 Kilometer die Bronzemedaille gewonnen - ohne vorher zu schwimmen und Rad zu fahren.

Wie laufstark Haug ist, erfuhr Gesa Krause im Juni am eigenen Leib. Im Rahmen eines Halbmarathon-Staffellaufs, der als Ersatz für die wegen Corona ausgefallenen Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt durchgeführt wurde, trat die für den Verein Silvesterlauf Trierer startende Hindernislauf-Europameisterin als Schlussläuferin gegen Haug an, konnte sich erst im Schluss-Spurt durchsetzen und sprach anschließend von einem „harten Stück Arbeit“.

Während Krause schon als Achtjährige zur Leichtathletik fand, ist Haug eine Triathlon-Spätberufene. Sportlich war die Bayreutherin aber schon immer, spielte Tennis, Volleyball und Badminton, machte Judo, fuhr Ski und war 18 Jahre vor ihrem Ironman-Weltmeistertitel schon in einer anderen Disziplin Weltbeste. 2001 gewann sie die Mixed-Wertung bei den ersten Indiaca-Weltmeisterschaften in Estland. Erst anschließend lernte die junge Frau, die als Kind unter einer Chlorallergie litt, richtig schwimmen und kam zum Triathlon.

Nach zwei Jahren ohne Ironman-WM ist der Trierer Silvesterlauf für Haug eine erste Standortbestimmung für das Doppel-Weltmeisterschaftsjahr (im Mai werden die Titelkämpfe 2021 im US-Bundesstaat Utah nachgeholt, im Oktober soll es wieder den Hawaii-Ironman geben). “Um zu sehen, wo man steht, muss man sich natürlich mit den Besten messen, auch wenn das manchmal hart sein kann“, sagt die Sportwissenschaftlerin, die vom Luxemburger Dan Lorang trainiert wird und außer für das Team Icehouse Bayreuth für das LAZ Saarbrücken startet. Was das für die Spezialistinnen am Silvestertag auf dem Trierer Pflaster bedeutet, hat Gesa Krause bereits ausgedruckt: Ein hartes Stück Arbeit.

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