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Hillesheim Invitational in der Eifel ist legendär seit der Premiere

Leichtathletik : Legendär seit der Premiere

Die EM-Teilnahme rückt für Samuel Fitwi nach dem Europacup am vergangenen Wochenende immer näher. Der nächste Start beim Sparkassen Invitational Hillesheim am 10. Juni wird für den deutschen Rekordler von der LG Vulkaneifel zum Heimspiel.

Sturm, Regen und Graupel, die Macher des Hillesheimer Einladungsrennens hatten vor einem Jahr allen Grund bei der Erstauflage mit dem Wetter zu hadern. Aber die Bedingungen sind auch der Grund, weshalb sich die Erinnerung an das Sportfest in der Vulkaneifel direkt tief ins kollektive Leichtathletik-Gedächtnis eingebrannt hat. „Legendär ist das Invitational schon seit seiner Premiere mit den stürmischen Bedingungen“, sagte Meeting-Moderator Berthold Mertes am Dienstag bei der Abschluss-Pressekonferenz zur diesjährigen Auflage. Nachdem das Wetter 2021 die Zeiten verhagelte soll sich das Sparkassen Invitational Hillesheim am 10. Juni seinen legendären Ruf als schnellstes 5000-Meter-Rennen in Deutschland erobern. „Wir haben die Absicht, daraus eine feste Institution zu machen“, sagt Stephan Alt vom Titelsponsor Kreissparkasse Vulkaneifel.

Das Hauptrennen ist diesmal noch besser besetzt als vor einem Jahr. Angekündigt sind unter anderem Hallen-Vizeeuropameister Isaac Kimeli aus Belgien, der schon zweimal (2018/19) den Trierer Silvesterlauf gewonnen hat, Vorjahressieger Yousseff Taoussi aus Spanien und der Kenianer Vincent Kiprotich Kibet. Und natürlich Samuel Fitwi! „Es ist mein Heimspiel. Wir laufen gegen Isaac“, sagt der 26-Jährige von der LG Vulkaneifel (LGV).

Der Lokalmatador hat Anfang April in Portugal mit 28:08,83 Minuten die 10.000-Meter-Norm für die Europameisterschaften unterboten. Am vergangenen Wochenende waren mit Filmon Abraham (Regensburg/28:03,39) und Nils Vogt (Wattenscheid/28:04,81) nur zwei Deutsche etwas schneller, als Fitwi. Ein Grund zum Aufatmen! Denn drei Läufer kann der Deutsche Leichtathletik-Verband für das 25-Runden-Rennen im August in München nominieren.

In Hillesheim will Fitwis erstmals seit zwei Monaten wieder starten. „Ich will mein Bestes geben und vorne dabei sein“, sagt der deutsche Rekordler im Fünf-Kilometer-Straßenlauf (13:32 Minuten). Allerdings waren die letzten Wochen nicht leicht für ihn. Mit einem Infekt kehrte Fitwi Ende April aus dem Höhentrainingslager in Kenia nach Hause. Schweren Herzens musste er auf die Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften verzichten. Damit nicht genug: „Seit 14 Tagen habe ich leichte Schmerzen an der Achillessehne.“

Als Fitwis Trainer, LGV-Vorsitzender und zusammen mit Jörg Ullmann und dem Vorsitzenden des Ausrichtervereins VfL Hillesheim (einem LGV-Mitgliedsvereins), Gerald Schmitz, Hauptorganisator des Hillesheimer Sportfestes ist Yannik Duppich zurzeit dreifach gefordert. „Unser Ziel ist es, das Event weiter auszubauen“, sagt der 31-Jährige. Nachdem 2021 Corona-bedingt nur das Eliterennen durchgeführt wurde und keine Zuschauer zugelassen waren, gibt es diesmal noch einen zweiten 5000-Meter-Lauf für Männer und ein Rennen für Frauen. Außerdem können sich Hobbysportler, Betriebsmannschaften oder einfach bis zu zwölf Freunde im Vorprogramm als Staffel an 5000 Metern probieren. Zwölf Teams haben sich laut Alois Manstein, der auf die Idee des Staffellaufs gekommen war, bereits angemeldet. Darunter auch eine Staffel von Ukraine-Flüchtlingen, meist Frauen, Kinder und Jugendliche. „Ich habe den Eindruck, die wollen damit auch ihre Männer in der Ukraine unterstützen, sagt Manstein. Mit dem Eintritts für das Sparkassen Invitational wird ebenfalls für humanitäre Hilfe im Kriegsgebiet verwendet.