Hospizlauf nach Trier: Weiter Weg, guter Zweck

Hospizlauf nach Trier: Weiter Weg, guter Zweck

Der längste reine Benefizlauf der Region startet am 7. Juli um 12 Uhr in Koblenz. Zieleinlauf ist exakt 24 Stunden später vor dem Hospizhaus in Trier. Dazwischen liegen beim Hospizlauf rund 200 Kilometer entlang der Mosel.


Pünktlich um 12 Uhr mittags werden sich am Freitag am Deutschen Eck in Koblenz einige Dutzend Läufer in Trab setzen, um die Mosel aufwärts nach Trier zu laufen. Seit 2004 findet der vom Trierischen Volksfreund präsentierte Hospizlauf zugunsten der Einrichtung in der Trierer Ostallee statt. Rund 200 Kilometer liegen in den kommenden 24 Stunden vor ihnen. Bei der 14. Auflage hat der Trierer Bischof Stephan Ackermann die Schirmherrschaft übernommen. Auf den letzten Kilometern durch Trier werden die dann regelmäßig mehr als 500 Läufer von der Polizei eskortiert. Der Trierer Polizeipräsident Rudolf Berg hat außerdem angekündigt, dass die Ordnungshüter diesmal auch mit einem 14-köpfigen Team dabei sein werden.

Vermutlich wird diesmal niemand die gesamte Strecke zurücklegen. Das gab es zwar auch schon, aber im vergangenen Jahrzehnt hat sich der Hospizlauf nicht nur als wichtiges Instrument zur Finanzierung des Trierer Hospizhauses (im vergangenen Jahr wurden 25 000 Euro an Spenden gesammelt), sondern auch als große Läuferbörse etabliert. Dank der vielen Mitläufer ist gewährleistet, dass zu jedem Zeitpunkt, selbst mitten in der Nacht, der Hospizlauf-Staffelstab weitergegeben wird. Erfahrene Läufer geben eine Geschwindigkeit von neun Kilometern pro Stunde vor. Ein Tempo, bei dem man nicht nur die Mosellandschaft, durch die es geht, genießen kann, sondern auch gut mit seinen Mitläufern reden kann.

Das Prinzip ist einfach: Jeder kann so weit mitlaufen, wie er will und kann. Dabei ist zu beachten, dass man den Rückweg genauso plant wie den Hinweg. Denn mancher hat im Redefluss schon Zeit und Kilometer vergessen und plötzlich festgestellt, dass sein Auto einen Marathon entfernt steht.
In solchen Fällen wird zwar niemand allein gelassen, aber grundsätzlich gilt das Prinzip der Eigenverantwortung, betont Ralf Haas vom Hospizlauf-Organisationsteam - sowohl was den Rückweg als auch was die Verpflegung angeht. Nichtsdestotrotz begleiten eine Reihe Fahrzeuge die Hospizläufer. Zwei Verpflegungstrupps bauen im Wechsel etwa alle zehn Kilometer einen Versorgungsstand auf. Die Fahrer eines weiteren Fahrzeugs sorgen zwischendurch für Erfrischungen. "Ein Begleitfahrzeug für den Notfall ist immer dabei", erzählt Haas. Es könne ja immer mal passieren, dass man einen Läufer aufsammeln muss, der sich unterwegs verletzt.Extra: DIE STATIONEN BEIM HOSPIZLAUF


Freitag, 7. Juli: 12 Uhr Start Deutsches Eck 13.18 Uhr Winningen 14.30 Uhr Parkplatz hinter Lehmen 16.02 Uhr Moselkern 17.02 Uhr Pommern 18.06 Uhr Cochem 19.38 Uhr Poltersdorf 21.04 Uhr Bremm 22.37 Uhr Zell 23.54 Uhr Reil Brücke (rechte Moselseite) Samstag, 8. Juli: 1.05 Uhr Traben-Trarbach Ortseingang 2.13 Uhr Kinheim-Kindel Brücke 3.47 Uhr Bernkastel 5.14 Uhr Wintrich 6.01 Uhr Piesport (146 km) 6.50 Uhr Neumagen Brücke (linke Moselseite) 7.33 Uhr Leiwen 8.36 Uhr Detzem Staustufe 9.20 Uhr Mehring 10.18 Uhr Schweich 11.03 Uhr Ruwer 12.00 Uhr Trier Hospizhaus

Internetseite: www.hospizlauf.de detaillierter Plan