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Jens Roth: Erst Sieg in Schalkenmehren, dann bei der DM (Fotos)

Triathlon : Erst Sieg in Schalkenmehren, dann bei der DM

Nach seinem siebten Sieg auf der Königsdistanz des Vulkan-Cross-Triathlons in Schalkenmehren fährt Jens Roth in drei Wochen zuversichtlich zu den Deutschen Meisterschaften in Zittau.

(teu) Jens Roth war wohl zu schnell für manche Zuschauer. Am Maarsattel zwischen Weinfelder und Schalkenmehrener Maar warteten einige seiner Fans, um den 34-Jährigen beim Vulkan-Cross-Triathlon (VCT) anzufeuern. Aber es schien, als komme Roth auf seinem Mountainbike nicht mehr. Ausgestiegen, Defekt, so die Befürchtung. Aber in Wahrheit war Roth diesmal so schnell, wie noch nie zuvor und feierte seinen siebten Sieg auf der sogenannten Vulkandistanz nach 2012 und den Jahren 2015 bis 2019.

Vom ersten Schwimmzug im Schalkenmehrener Maar über jede Pedalumdrehung auf der 32 Kilometer langen Mountainbikestrecke bis zum letzten Laufschritt, Roth kontrollierte sein Heimrennen wie schon so oft. „Ich war immer im Rennen und habe keinen einzigen Fehler gemacht, nie überzockt“, sagt Roth. Auf der Radstrecke konnte er den Sieg schon weitestgehend eintüten. Er ließ sich auch nicht davon irritieren, dass Staffelschwimmer Tom Herrmann aus Mainz auf den 1500 Metern im Wasser an seinen Fersen hing. Sogar beim abschließenden Neun-Kilometer-Lauf, Roths schwächster Teildisziplin, war nur der zweitplatzierte Nick Emde aus Bonn mit 35:37 Minuten schneller als Roth (35:56). Der niederländische Langdistanz-WM-Vierte Everet Scheltinga musste den dritten Podestplatz sogar noch seinem Landsmann Koen de Leeuw überlassen. Scott Anderson (Hameln), der vor einem Jahr in Schalkenmehren einen Platz vor Roth DM-Bronze gewann, wurde mit fast zehn Minuten Rückstand auf Roth Fünfter.

 270 Sportler warfen sich beim 12. Vulkan-Cross-Triathlon ins Schalkenmehrener Maar.
270 Sportler warfen sich beim 12. Vulkan-Cross-Triathlon ins Schalkenmehrener Maar. Foto: Holger Teusch

„Ich gehe jetzt gestärkt in das Rennen in Zittau, wo es um die Deutsche Meisterschaft geht“, sagt Roth, der von 2015 bis 2019 fünfmal in Folge den nationalen Titel im Crosstriathlon gewonnen hatte und blickt auf mögliche Rennen in der weltweiten Xterra-Serie voraus: „Ich glaube, ich kann jetzt auch international vorne mitmischen. Ich bin zwei Minuten unter meinem alten Streckenrekord geblieben.“

Bei den Frauen war das Rennen spannender als bei Roths Start-Ziel-Sieg. Nachdem sie als Erste aus dem Wasser kam, holte sich die Kölnerin Marie Miroslaw ihre auf dem Mountainbike verlorene Führung im abschließenden Crosslauf zurück. Die zwischenzeitlich führende Birgit Jüngst-Dauber (Bad Endbach) wäre am Ende noch von der besten Starterin der Region Trier vom zweiten Platz verdrängt worden. Das war aber nicht Tine Hausmann (Tri Post Trier/10.) oder, trotz bester Laufzeit von 42:32 Minuten, die Landscheiderin Isabel Schönhofen (11.), sondern Sophia Engel vom SV Niederöfflingen. Ohne Startpass wurde sie allerdings nicht als Rheinland-Pfalz-Meisterin gewertet.

Auf der Sprintdistanz verpasste Skilanglauf-Ass Jan Stölben aus Manderscheid nur wegen des Schwimmens den Sieg. Nach 750 Metern im Maar stieg er als 36. aus dem Wasser (16:49 Minuten), um dann auf der 20 Kilometer langen MTB-Strecke (57:57) und beim 5,6-Kilometer-Crosslauf (25:39) bis fast ganz nach vorne zu kommen. Nur der Bergisch-Gladbacher Oliver Kalmes war dank seiner exakt zwölf Minuten im Schwimmen schneller. Bei den Frauen siegte Mira Rehberger (Heidelberg).

Ergebnisse:

Vulkandistanz (1,5 km - 32 km - 9 km):

 Jens Roth von Tri Post Trier feierte beim 12. Vulkan-Cross-Triathlon in Schalkenmehren seinen siebten Sieg auf der Vulkandistanz.
Jens Roth von Tri Post Trier feierte beim 12. Vulkan-Cross-Triathlon in Schalkenmehren seinen siebten Sieg auf der Vulkandistanz. Foto: Holger Teusch

(Wenn abweichend in Klammern Platzierung in der Rheinland-Pfalz-Meisterschaftswertung.)

Frauen: 1. Marie Miroslaw (Köln/W 25) 2:51:50 Stunden, 2. Birgit Jüngst-Dauber (Bad Endbach/W 55) 2:54:16, 3. Sophia Engel (SV Niederöfflingen) 2:54:19, 4. Francesca Klein (Schleiden) 2:54:33, 5. Steffi Steinberg (Buschhütten/W 40) 2:56:48, 6. Wiebke Schiwy (Steinlach-Zollern/W 45) 2:58:15, 10. (1.) Tine Hausmann (Tri Post Trier/getFit/2. (1.) W 40) 3:01:23, 11. (2.) Isabel Schönhofen (Landscheid/TCEC Mainz/W 30) 3:01:23.

Männer: 1. Jens Roth (Tri Post Trier/M 30) 2:10:06 Stunden, 2. Nick Emde (Bonn/M 20) 2:15:33, 3. Koen de Leeuw (Niederlande) 2:17:47, 4. Everet Scheltinga (Niederlande/M 35) 2:18:51, 5. Scott Anderson (Hameln/M 25) 2:19:25, 6. Simon Nolte (Bonn) 2:21:24, 14. Christoph Krämer (Team getFit) 2:41:40, 15. Sven Berg (Team getFit) 2:42:32, 24. (2.) Christian Feilen (SC Schalkenmehren) 2:52:45, 28. Joachim Öchsner (Tri Post Trier/2. M 55) 2:57:16, 31. (3.) Matthias Jarr (Tri Post Trier) 3:01:40, 38. Lee Sleight (DLRG Saarburg) 3:06:28.

Staffel: 1. Uni Mainz (Herrmann, Perske, Holder) 2.14:10 Stunden, 2. Team getFit/Ausdauerteam.de (Jonas Manschel, André Kohnz, Yannik Erz) 2:21:10, 3. Optik Ruschel Racing Team (Thomas Ernsdorf, Peter Schermann, Jos Ruschel) 2:37:36, 4. 1B2K (Volker Kessler, Patrick Büch, Eva Kessler) 2:49:14.

Sprint (750 m - 20 km - 5,6 km):

Frauen: 1. Mira Rehberger (Heidelberg) 2:02:35 Stunden, 2. Miriam Schenkenberg 2:05:10, 3. Christina Lutz 2:06:58, 4. Petra Jungen (RSC Untermosel) 2:09:40, 5. Nadine Rühl 2:10:13, 6. Lisa-Irina Schwarz 2:19:40.

Männer: 1. Oliver Kalmes (Bergisch Gladbach) 1:37:33 Stunden, 2. Jan Stölben (SLV Ernstberg) 1:40:39, 3. Jörg Kratsch (Kaiserslautern) 1:42:20.

Staffel: 1. Ahr Bike Willerscheid 1:33:59 Stunden, 2. LG Klottengasse 1:38:03, 3. RSC Untermosel 1:47:16, 4. Optik Ruschel (Nils Lauterbach, Marcel Tarter, Martin Kasel) 1:50:07, 5. Rennstall Neuhof 1:52:54, 6. Muskelwertstatt Trier (Lena Christ, Frank Cremer, Helena Dröschel) 1:58:47.

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