Jens Roth: Kein Kamikaze in Fernost in Triers Partnerstadt Xiamen

Triathlon : Jens Roth: Kein Kamikaze in Fernost

Trierer Triathlet belegt beim Ironman-70.3-Rennen in Triers chinesischer Partnerstadt Xiamen den achten Platz.

Jens Roth hat bei seinem Debüt in der Ironman-70.3-Serie keine Experiment gemacht. Beim Mitteldistanzrennen in Triers Partnerstadt Xiamen belegte der 31-Jährige über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und einem Halbmarathonlauf (21,1 Kilometer) am Sonntag unter 1386 Ausdauersportlern in 4:03:46 Stunden im Ziel den achten Platz. Die Partnerschaftsstaffel Trier-Xiamen mit den Trierern Martin Kasel und Sascha Thelen kam nicht in die offizielle Wertung, weil die chinesische Schwimmerin die Maximalzeit über 1,9 Kilometer überschritt. Kasel durfte trotzdem 90 Kilometer Rad fahren (2:36 Stunden) und Thelen 21,1 Kilometer laufen (2:02 Stunden).

Ungewöhnlich für Roth: Der ehemalige Leistungsschwimmer kam nach 25:20 Minuten erst als Zehnter mit fast zwei Minuten Rückstand auf den schnellsten Schwimmer und spätere Gesamtsieger Marten van Riel (Belgien/23:21 Schwimmen, Gesamtzeit: 3:44:26 Stunden) aus dem Südchinesischen Meer. „Ich hab als einziger keinen Neoprenanzug angehabt, weil ich davon ausging, dass es so warm sei, dass wir ohne schwimmen müssen“, erklärte Roth, dass er auf die Auftrieb gebenden und wärmende Sportbekleidung verzichtete.

Schon in der Wechselzone aufs Rennrad konnte er fünf Plätze gutmachen. Auch auf der sechsspurigen Küstenstraße behielt Roth die Ruhe. „Ich hab mich von Anfang an an meinen Rennplan gehalten und keine Kamikazeaktion, wie man es normal von mir kennt, gemacht“, erklärte er. 2:08:47 Stunden benötigte der Athlet von Tri Post Trier für den Radteil (Stundenmittel 42 km/h).

Auf der Laufstrecke habe er nur auf sich geachtet, erzählte Roth. Das zahlte sich aus. Erst überholte er den Australier Sam Betten und nach sieben Kilometern dessen Landsmann, den ehemaligen Hawaii-Ironman-Gewinner Pete Jacaobs. Einen der sechs Preisgeldränge verlor Roth weniger als zwei Kilometer vor dem Ziel, als ihn der Tscheche Jakub Langhammer (4:01:42 Stunden) und 200 Meter vor dem Ziel der aus Halle an der Saale stammende österreichische Olympiateilnehmer Thomas Springer (4:03:29) überholte.

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