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Jubiläumsausgabe des Trierer Silvesterlaufs bricht die Rekorde

Leichtathletik : Ein echter Knaller zu Silvester - Jubiläumsausgabe des Trierer Silvesterlaufs bricht die Rekorde

Vor der 30. Auflage des Bitburger-0,0%-Silvesterlaufs in Trier ist ein Rekord schon geknackt – doch es könnte noch besser kommen. Die Details gibt’s hier:

 Die Meldezahl von 3000 in Reichweite und ein Himmel über Trier, der vielleicht nicht ganz so blau sein wird wie in den beiden Tagen zuvor, aber bestes Laufwetter verspricht: Die Vorfreude bei den Verantwortlichen des Vereins Silvesterlauf Trier auf die Hauptveranstaltung des Clubs könnte kaum größer sein. Es ist alles bereitet für die große Jubiläums-Laufparty auf dem Trierer Hauptmarkt und entlang der Ein-Kilometer-Runde.

Zum 30. Mal verwandelt sich Trier heute (ab 12.45 Uhr) ins deutsche Sao Paulo. Rund 15 000 lautete die Zuschauerzahl zuletzt. So viele dürften es diesmal mindestens wieder werden.

Nicht nur, weil mit 2839 bisher angemeldeten Teilnehmern (Stand Montagabend – der bisherige Rekord lag bei 2231 im Jahr 2009) so viele mitlaufen wollen wie nie zuvor. Vor allen dank des erstmals ausgeschriebenen Großen Preises von Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe für die teilnehmerstärkste Schule sind allein mehr als 1000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre gemeldet. Allein im Volksfreund-Lauf der acht bis elf Jahre alten Jungen sind 300 Kinder gemeldet. Der Bitburger-0,0%-Asselauf ist seit über einer Woche ausgebucht.

„Wir mussten einige Anfragen ablehnen von Leuten, die gerne noch mitgelaufen wären. Das hatten wir noch nie gehabt“, erzählte Berthold Mertes am Montag auf der Abschluss-Pressekonferenz im Athletenhotel vis-à-vis der Porta Nigra.

Der Traum des Silvesterlauf-Renndirektors: der erste Elitelaufsieg für einen Trierer Verein. Die Kandidatin: WM-Bronzemedaillengewinnerin Gesa Krause, die seit drei Jahren für Silvesterlauf Trier startet. Mit ihrem zwölften Platz vor einem Jahr sei sie nicht wirklich zufrieden gewesen. „Ich denke, ich bin in besserer Verfassung“, sagt die 27-Jährige. Die Pause nach der Weltmeisterschaft in Doha, bei der Krause in 9:03,30 Minuten deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis lief, war nur kurz. Seitdem war Krause bereits in zwei Höhentrainingslagern in den USA und in Kenia.

Aber der Sparkassen-Elitelauf der Frauen über fünf Kilometer (Start 15 Uhr) ist ihr erster Wettkampf nach der WM. „Dieter Baumann würde jetzt vielleicht sagen, ich sei Tiefstapler, aber bei mir ist es so, dass mein Körper immer eine Zeit braucht. Ich habe immer gerne ein paar Wettkämpfe, um mich an das Adrenalin zu gewöhnen“, sagt Krause lachend auf das Comedy-Programm des Olympiasiegers von 1992 am Sonntagabend anspielend (siehe Kultur Seite 23).

Grundsätzlich sei ihr Training auf die Olympischen Spiele in Tokio ausgerichtet. Deshalb könne sie zum Jahreswechsel noch nicht in perfekter Verfassung sein.

Wie 2018 schon wieder einige erfolgreiche Wettkämpfe in den Beinen hat Vorjahresgewinnerin Elena Burkard. Die Hindernislauf-EM-Sechste von der LG Nordschwarzwald konnte sich nach ihrem Silvester-Erfolg nicht für Doha qualifizieren. „Nach der Cross-WM im März war der Ofen aus“, erzählt die 27-Jährige. Doch zuletzt überzeugte sie als Neunte der Cross-EM. „Ich denke, man sollte jedes Rennen mit gewissen Siegambitionen angehen. Deshalb schauen wir mal, was so geht“, sagt die Tübinger Chemiestudentin.

Mitten im Wettkampfmodus ist Katharina Steinruck. Nachdem die 30-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt sich Ende Oktober mit 2:27:26 Stunden bereits für Olympia qualifiziert hat, ist der Silvesterlauf für die Tochter von Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig und Krause-Trainer Wolfgang Heinig eine Tempospitze auf dem Weg zum Osaka-Marathon Ende Januar.

Bei den Männern ist vielleicht sogar der vierte deutsche und sogar der erste Erfolg für die Region Trier im Bitburger-0,0%-Asselauf (15.30 Uhr) drin. Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel erzielte vor drei Wochen als Sechstplatzierter der Cross-Europameisterschaften das beste Resultat eines Deutschen im Hauptrennen dieser Titelkämpfe. „Ich habe mit meinem Trainingspartner Ilyas Yonis Osman in Portugal gut trainiert. Wenn es ein schnelles Rennen wird, ist es gut“, sagt der 23-Jährige.

„Gas geben ist immer gut“, findet auch die zweite deutsche Hoffnung Amanal Petros. Der 24-Jährige vom TV Wattenscheid hat wie Steinruck die Marathon-Olympianorm bereits erfüllt.