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Konstanz zahlt sich für Trierer Triathlon-Bundesligateam in Berlin aus

Triathlon : Konstanz zahlt sich aus

Das PSD Bank Team Tri Post Trier hat sich mit einem achten Platz in Berlin auf den vierten Platz in der Bitburger-0,0%-Triathlonbundesliga vorgeschoben. In dem Rennen wurden auch die deutschen Meistertitel vergeben.

Eigentlich war Marc Pschebizin gar nicht zufrieden. „Leider lief nicht alles rund“, sagte der Teamchef der Bundesliga-Triathleten aus Trier nach dem Rennen in Berlin. Jonas Osterholt verpasste als Gesamt-14. anders als im Vorjahr (Dritter) eine DM-Medaille in der U-23-Wertung um 14 Sekunden. Der 22-Jährige und sein Zwillingsbruder Cedric (19.) waren in einen Sturz in der zweiten Wechselzone verwickelt. Die Schürfwunden, die sich Jonas Osterholt eine Woche zuvor beim Europacup in Kitzbühel zugezogen hatte, platzen wieder auf.

Zusammen mit dem 43. Platz des Australiers Troy Whittington und Jens Roths 62. Platz wäre also sogar noch mehr drin gewesen als der achte Platz für die Trierer (138 Platzierungspunkte, Addition der vier besten Starter eines Teams) im zweiten Rennen zur Bitburger-0,0%-Triathlonbundesliga. Zumal die Mannschaft aus Bonn (133) nur fünf und die aus Darmstadt (126) nur zwölf Zähler vor der von der Mosel lagen.

Beim Blick auf die Bundesliga-Tabelle nach zwei von fünf Rennen war Pschebizin dann aber wieder positiv überrascht: „Krass! Ich fasse es nicht!“ Hinter dem Hylo Team Saar (40 Punkte), Serienmeister Buschhütten (38) und dem hep Team Sun (37) steht das PSD Bank Team Tri Post Trier (29) an vierter Stelle. Pschebizins Erklärung: „Konstanz zahlt sich aus. Nicht nur im Training.“

Damit zahlte sich auch der Einsatz von Bundesliga-Senior Jens Roth (34), der auf einen Triathlon in der Nordeifel verzichtete, aus. Denn nachdem Vincent Lafleur auf dem Rad zu weit zurückfiel, wurde der Franzose im Tri-Post-Trikot aus dem Rennen genommen, als das Spitzenduo mit dem Deutschen Meister Lasse Lührs (Buschhütten) und Lasse Nygaard Priester (Saarbrücken) auf die Laufstrecke gingen. Ohne Roth hätte das Tri Post Team nicht die nötigen vier Starter im Ziel gehabt und wäre auf den letzten Platz gesetzt worden.

„Das war verdammt hart“, gab Roth allerdings unumwunden zu. Schon beim Schwimmen über 750 Meter im Wannsee hatte der aus Monzelfeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) stammende ehemalige Leistungsschwimmer zu kämpfen. „Das Reinlaufen ins Wasser ist nicht mein Ding“, sagt Roth zum Startprozedere. Und die 79 Treppenstufen zur ersten Wechselzone sind es auch nicht. Da merke man, dass die im Schnitt zehn bis fünfzehn Jahre jüngere Konkurrenz spritziger ist, so Roth. Auf der 20 Kilometer langen Radstrecke war es so hektisch, dass Roth erst nach sechs Kilometern die Zeit fand, in seine Radschuhe zu schlüpfen.

Mit seinem abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf war der 34-Jährige ganz und gar nicht zufrieden. Mit 17:24 Minuten war er nur neun Sekunden schneller als tags zuvor seine Vereinskameradin Rebecca Bierbrauer. Die 17-Jährige überraschte als 30. mit einem soliden Mittelfeldplatz und Rang 13 in der U-23-DM-Wertung. „Rebecca hat das clever gemacht und ist hinten raus einfach super gelaufen“, freut sich Trainer Pschebizin über die Leistung seines Schützlings.

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