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Kontinuität und vor allem Teamgeist zählen beim Firmenlauf in Trier

Firmenlauf : Kontinuität und vor allem Teamgeist zählen

Mehr als 1600 Anmeldungen lagen am Freitagmorgen (6.5.) für den achten Bitburger-0,0%-Firmenlauf vor. Die Beschäftigten des Trierer Klinikums Mutterhaus sind auf dem besten Weg, am 25. Mai zum zweiten Mal als größtes Team anzutreten. Was ist das Erfolgsrezept?

Am Abend des 25. Mai wird sich wieder der Firmenlauf-Lindwurm durch Trier ziehen. Etwas mehr als fünf Kilometer von der Arena zur Porta Nigra, über den Hauptmarkt, am Dom vorbei und an Sankt Paulin vorbei zurück. Im vergangenen Jahr, bei der Pandemie-bedingt bisher kleinsten Auflage (819 Läufer im Ziel, im Rekordjahr 2019 waren es 3872) stellte das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen mit 75 Teilnehmern erstmals das größte Team. Und ist auf dem besten Weg dieses Ergebnis am Vorabend zu Christi Himmelfahrt zu wiederholen. 139 Läufer, so der Stand von Freitagmorgen (6.5.), werden im roten Mutterhaus-Shirt mitlaufen. Hans Tilly, Vorstandssprecher des Firmenlauf-Ausrichtervereins Silvesterlauf Trier wird freuen, dass darunter auch ein Läufer aus Ruanda ist. Der Trierer Club kooperiert seit Jahren eng mit dem Leichtathletik-Verband des rheinland-pfälzischen Partnerlands.

Jedem Unternehmen sind aufgrund der Mitarbeiterzahl natürlich Grenzen bei der Anzahl der Firmenlauf-Teilnehmer gesetzt. Viele Kleinbetriebe werden dafür locker eine höhere Teilnehmerquote erreichen, als das Mutterhaus, dass etwas mehr als fünf Prozent seiner rund 2700 Mitarbeiter an den Start bringt.

Aber was macht den Firmenlauf-Erfolg bei einem großen Betrieb wie dem als gemeinnützige GmbH (gGmbH) organisierten Klinikum aus? Zum einen Kontinuität. Schon bei der Trierer Firmenlauf-Premiere 2014 war das Mutterhaus mit 21 Läufern dabei. Die großen Teilnehmersprünge gab es zwar nie, aber Jahr für Jahr kamen einige mehr dazu. Dass das abendliche Jogging durch die alte Römerstadt alles andere als ein bitterernster Wettkampf nur auf Zeit und Platzierung ist, sprach sich offensichtlich herum. „Beim Firmenlauf zählen eben nicht nur Schnelligkeit und Zeit als Erfolgserlebnis, sondern viel mehr der Teamgeist. Dazu zählt auch, dass alle sich vor dem Lauf versammeln und sich im Klinikum Mutterhaus eigenen Teamplayer-T-Shirt gegenseitig für den Lauf motivieren“, heißt es dazu aus dem Klinikum.

Ein Argument, die Beschäftigten ans Laufen zu bringen, ist natürlich der Gesundheitsaspekt: Bewegung tut einfach gut! Und in der Gruppe ist es leichter, sich auch nach einem anstrengenden Arbeitstag zum Training zu motivieren. Zumal wenn man ein gemeinsames Ziel wie den Firmenlauf hat. Wie viele andere Unternehmen bietet das Mutterhaus im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Kooperation mit einer Krankenkasse auch einen Laufkurs speziell für Anfänger und Wiedereinsteiger an.

Ein weiterer Punkt ist der soziale. Natürlich arbeitet man im Klinikum Mutterhaus wie in anderen Betrieben Tag für Tag eng zusammen, aber „der Firmenlauf bietet eine schöne Gelegenheit, sich in einem anderen Setting als Team zusammenzufinden.“ Abseits von Arbeitsroutine und -stress bietet sich die Möglichkeit, die Arbeitskollegen, aber auch Chefs auf eine andere Art und Weise kennenzulernen und als Gruppe zusammenzuwachsen.

Und die Corona-Pandemie, die gerade die Beschäftigten im Gesundheitswesen stark belastet? Alle Läufer sind geimpft und schon von Berufs wegen in den Hygienemaßnahmen routiniert, heißt es vom Mutterhaus. Weiter wird darauf verwiesen, dass der Trierer Firmenlauf wie schon 2021 als reine Freiluft-Veranstaltung stattfindet. Auf den bis 2019 üblichen Einlauf in die Arena Trier wird ebenso verzichtet, wie auf eine Feier in Innenräumen.