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Kowalinski siegt - und ist dieses Mal zufrieden

Kowalinski siegt - und ist dieses Mal zufrieden

Einen westdeutschen Meistertitel durch Marc Kowalinski und eine Vizemeisterschaft durch Linda Betzler errangen die Läufer des Post-SV Telekom Trier (PST) bei den westdeutschen Hallenmeisterschaften.

(teu) Marc Kowalinski entschied sich noch abends: "Ich laufe doch bei den Westdeutschen", gab der Hallen-DM-Dritte über 3000 Meter bekannt. Nachdem er sich beim "Pokal der Freundschaft" in Luxemburg unausgeruht gefühlt hatte (der TV berichtete), dachte der 31-Jährige zunächst an eine Absage seines Starts nur rund 24 Stunden später in Leverkusen. Die Entscheidung, doch zu laufen, erwies sich dann als goldrichtig - in doppelter Hinsicht.

Zunächst gewann "Kowa" den einzige westdeutschen Meistertitel für den Leichtathletikbezirk Trier. Der Wettkampf war Balsam für sein Selbstbewusstsein: "Im Gegensatz zu Samstag war das Rennen richtig gut", sagte Kowalinski. Nicht nur, dass der neuntschnellste Deutsche des Jahres in 3:49,21 Minuten seine Jahresbestzeit (3:48,67) nur um Haaresbreite verpasste. "In der letzten Runde konnte ich noch mal richtig marschieren", erklärte Kowalinski. 28,95 Sekunden stoppte PST-Leichtathletikabteilungsleiter Volkhart Rosch für die finalen 200 Meter.

Im Sog des derzeit besten Pferds im PST-Stall steigerte sich auch der Trierer Läufernachwuchs: Als "Quantensprung" bezeichnete Rosch Linda Betzlers zweiten Platz über 1500 Meter der weiblichen Jugend. Die 17-Jährige aus Igel verbesserte sich um fast zehn Sekunden auf 4:41,07 Minuten. Nur der Leverkusenerin Christina Müller (4:35,27) musste die PST-Läuferin den Vortritt lassen. Bronze gewann die ehemalige Hermeskeilerin Julia Dobmeier (jetzt Leverkusen/4:51,24). Nur einen Tag nach ihrer Bestzeit bestätigte Maia Kuhnen als Fünfte des 800-Meter-Jugendrennens in 2:21,97 Minuten ihr gutes Resultat von Luxemburg.

Bei den Jungen verbesserte Dominik Werhan seine 1500-Meter-Bestzeit um rund fünf Sekunden auf 4:04,24 Minuten. Er sei etwas zu schnell angegangen, glaubt Rosch, dass der 16-Jährige noch mehr Potenzial hat. Wie Werhan auf der Mittelstrecke belegte auch Marcel Knüttel über 3000 Meter in 9:13,00 Minuten den vierten Platz. Alexander Bock folgte in 9:17,56 Minuten einen Rang dahinter ebenfalls mit Bestzeit.