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Krank in Kenia: Fitwi von der LG Vulkaneifel startet nicht bei DM

Deutsche Meisterschaft : Krank in Kenia: Fitwi startet nicht bei DM

Nach Nils Voigt muss mit Samuel Fitwi bereits der zweite Favorit auf den nationalen 10 000-Meter-Titel krankheitsbedingt absagen. 41 Jahre alte Sabrina Mockenhaupt-Gregor treibt die jungen Läuferinnen vor sich her.

Die Norm für die Europameisterschaften hat Samuel Fitwi in der Tasche, doch auf seinen ersten nationalen Titel auf der Bahn muss der 26-Jährige von der LG Vulkaneifel noch ein bisschen warten. Der deutsche Crosslaufmeister von 2020 kehrte mit einer Infektion, nicht mit Covid-19, wie Trainer Yannik Duppich betont, aus dem Höhentrainingslager in Kenia zurück nach Gerolstein. Ein Start bei den Deutschen 10 000-Meter-Meisterschaften in Pliezhausen an diesem Samstag (7.5.) ist damit vom Tisch.

Genauso wie für Nils Voigt. Der Titelverteidiger vom TV Wattenscheid hatte sich zu Jahresbeginn mit dem Corona-Virus infiziert, woraus sich eine Herzmuskelentzündung entwickelte. Wochenlang durfte der 25-Jährige gar nicht oder nur sehr geringer Intensität trainieren. Im Höhentrainingslager in Flagstaff fand Voigt zuletzt wieder zu einer guten Form, bevor er sich schwer erkältete.

Als schnellster deutscher 10 000-Meter-Läufer 2021 (27:49,04 Minuten) hat Voigt bereits die Norm für die Europameisterschaften erfüllt. Allerdings gelten Vorjahresleistungen nur zweitrangig bei der EM-Nominierung. Bleibt nur ein DM-Teilnehmer in Pliezhausen unter den geforderten 28:15,00 Minuten ist das deutsche Kontingent von drei Startern erschöpft und Voigt raus. Denn Fitwi hat Anfang April im portugiesischen Faro mit persönlicher Bestzeit von 28:08,83 Minuten die Norm abgehakt und führt die deutschen Jahresbestenliste an. Außerdem hat der Dortmunder Mohamed Mohumed mit 28:13,83 Minuten bereits die erste EM-Qualifikationshürde genommen. Das Duo hat deshalb die besseren Karten, im August im Münchener Olympiastadion über 25 Stadionrunden mit um den Kontinentaltitel zu kämpfen.

Wobei der Deutsche 5000-Meter-Meister aus dem Ruhrgebiet eher zur halben Distanz tendiert und bei der 10 000-Meter-DM nicht antritt. In die Favoritenrolle rückt dadurch Homiyu Tesfaye. 2013 gewann der Sportler des TSV Pfungstadt als erst dritter Deutscher überhaupt den Trierer Silvesterlauf. Anschließend lief er deutschen Hallenrekord über 1500 Meter, konnte in den Folgejahren die großen in ihn gesetzten Hoffnungen aber nicht erfüllen. Am Karsamstag meldete sich Tesfaye mit dem Zehn-Kilometer-Sieg beim Paderborner Osterlauf in 28:15 Minuten zurück. Er trifft unter anderem auf den Regensburger Simon Boch, der 2021 eine Sekunde langsamer als Fitwi (28:00 Minuten) zweitschnellster Deutscher über zehn Kilometer war.

Ins Frauenrennen geht Bochs Vereinskollegin Miriam Dattke mit ihrer persönlichen Bestzeit von 31:33,77 Minuten als Favoritin. Schnell auf den Unterdistanzen unterwegs war in diesem Jahr aber mit Marathon-Olympiateilnehmerin Katharina Steinruck eine weitere Trierer Silvesterlauf-Gewinnerin (2019). Die 32 Jahre alte Frankfurterin lief ebenfalls beim Paderborner Osterlauf 31:54 Minuten.

Mehr als nur dabei sein will Sabrina Mockenhaupt-Gregor. Die mittlerweile für Pliezhausen startenden 41-Jährige und dreimalige Silvesterlauf-Siegerin (2005, 2007, 2010) kommt nach der Geburt ihrer mittlerweile zwei Jahre alten Tochter wieder richtig in Schwung. Die 45-malige Deutsche Meisterin ist über zehn Kilometer wieder bei 33:51 Minuten angekommen.

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