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Kuriose Crossduathlon-DM kostet Jens Roth und Robin Blatt Medaillen

Schleiden : Kuriose Cross-DM kostet Medaillen

Meisterschaftsrennen lassen sich nicht planen. Aber was Jens Roth und Robin Blatt bei der Crossduathlon-DM in Schleiden aus dem Rennen geworfen hat, war ungewöhnlich.

Es wird nichts daraus, dass Jens Roth im kommenden Jahr als amtierender Deutscher Meister bei der Heim-DM in Trier aufläuft. Mit einem irreparablen Reifenschaden musste der 33-Jährige von Tri Post Trier am vergangenen Samstag das Rennen um die nationale Meisterschaft im Crossduathlon in Schleiden in der Nordeifel vorzeitig beenden. Roth schlitzte sich an zweiter Position hinter dem späteren Vizemeister Jonas Hoffmann (Trifinish Münster) liegend den Hinterradreifen seine Mountainbikes auf. „Ich war gerade die Lücke zu Jonas am schließen und Mathias (Anmerkung: der spätere Titelträger Mathias Frohn) hatte ich noch gut auf Distanz“, erzählt Roth. Der Schaden war allerdings so groß, dass Roth in nicht mehr beheben konnte.

Noch schwerer ist das vorzeitige Renn-Aus für den aus Thalfang stammenden Robin Blatt zu verschmerzen. Wegen eines schweren, am Ende für den verunglückten Sportler aber glimpflich verlaufenen Sturzes wurde der Wettkampf unterbrochen. Was aber nicht für alle Teilnehmer klar war. „100 Meter vorm Ziel war ein Sturz und die Strecke wurde gesperrt. Als wir dort ankamen wurden Nummern und Zeiten notiert. Man sagte uns, das Rennen wäre hier zu Ende“, berichtet Blatt. Deshalb packte der 28-Jährige (zum Zeitpunkt der Unterbrechung an sechster Stelle liegend) genauso wie Jörg Scheiderbauer (Offenburg/Vierter) und David Simon aus Büchel bei Cochem (Fünfter) seine Sachen und bekam nichts vom neutralisierten Neustart über die Restdistanz mit. Blatt nimmt es gelassen: „Spaß hat es trotzdem gemacht“, sagt der Rad-Spezialist.

Zumal in nur gut vier Monaten wieder deutsche Meistertitel im Crossduathlon und dann in Trier vergeben werden. Der 68-Jährige Herbert Diederichs als M-65- und Markus Bungard als M-35-DM-Dritter (beide SC Schalkenmehren) sind dann die einzigen Sportler der Region Trier, die ihre Medaillen am 6. März 2022 im Weißhauswald verteidigen können. Wenn dann weitere Starter der Region Trier eine Lizenz beantragen und damit in der DM-Wertung starten, dürfte aus Ausbeute wieder größer werden. Florian Crump vom SV Oberkyll beispielsweise war in Schleiden nach Roths und Blatts Ausfall als Dritter der Altersklasse M 30 schnellster Starter der Region. Allerdings ohne Startpass der Deutschen Triathlon-Union und somit außerhalb der Meisterschaftswertung.

Ergebnisse:

Langdistanz (8,8 km Laufen - 25 km MTB - 4,1 km Laufen):

(DM-Platzierungen in Klammern.)

Frauen: 1. Isabelle Klein (Luxemburg/1. W 35) 2:29:46 Stunden, 2. (1.) Josephine Noack (Buxtehude/1. W 25) 2:31:59, 8. Carina Bungard (Ulmen/1. W30) 3:08:44.

Männer: 1. (1.) Mathias Frohn (Düsseldorf/TuS Schleiden/1. M 35) 2.07:05 Stunden, 2. (2.) Jonas Hoffmann (Trifinish Münster) 2:07:39 Stunden, 18. Florian Crump (SV Oberkyll/3. M 30) 2:30:26 Stunden, 30. Lukas Denis (Daun/5. M 25) 2:40:31, 54. (41.) Markus Bungard (SC Schalkenmehren/6. (3.) M 35) 2:57:22, 71. (48.) Stefan Peters (SC Schalkenmehren/13. (7.) M 40) 3:11:08, 76. Christian Gitzen (TriTeam Eifelgold/8. M 35) 3:17:02, 90. Erik Diederichs (SC Schalkenmehren/11. M 30) 3:42:42. M 65 (4,1 km - 15 km - 4,1 km): 3. Herbert Diederichs (SC Schalkenmehren) 2:02:43.

Kurzdistanz (4,1 km Laufen - 15 km MTB - 4,1 km Laufen):

Männer: 1. Julius Laudagé (Montabaur/PSD Bank Team Tri Post Trier/U 20) 1:22:39 Stunden, 2. Keke Dörnbach (Bonn) 1:24:36, 3. Christian Bales (Tri Post Trier) 1:26:34.

Xterra-Kids (1 km Laufen - 3,6 km MTB - 400 Meter Laufen):

Jungen: 1. Fabian Drexler (Tri Post Trier) 23:32 Minuten.