30 Nationen beim 29. Silvesterlauf in Trier

Silvesterlauf : Die Welt zu Gast in Trier

Schon ein Jahr vor dem großen Jubiläum ist der Bitburger 0,0% Silvesterlauf in Trier international wie nie. Vizeeuropameister trägt die Nummer eins.

(teu) Die Welt zu Gast in Trier heißt es zum Jahreswechsel wird. Der Bitburger 0,0% Silvesterlauf in Trier am 31. Dezember (Beginn 12.45 Uhr) ist so international wie noch nie zuvor besetzt. Läufer aus 30 Nationen stehen seit Weihnachten in der Meldeliste der 29. Auflage. Damit wird die Rekordzahl aus dem vergangenen Jahr (27) noch einmal um zwei überboten. Alle fünf (bewohnten) Kontinente sind vertreten.

Nicht nur wegen der räumlichen Nähe sind diesmal viele Belgier mit dabei. Und aus dem Königreich kommt auch einer der Favoriten im Bitburger 0,0% Lauf der Asse über acht Kilometer (15.30 Uhr): Isaac Kimeli. Der 24-Jährige mit kenianischen Wurzeln blickt auf das erfolgreichste Jahr seiner Karriere zurück - und ist in Topform! Am zweiten Adventssonntag wurde Kimeli hinter dem norwegischen Überflieger Filip Ingebrigtsen Vizeeuropameister im Crosslauf. Dass viermalige Gewinner des renommierten belgischen Cross-Cups auch auf ebener Strecke schnell ist, bewies Kimeli bei der EM im Berliner Olympiastadion, wo er über 5000 Meter nur knapp an einer Medaille vorbei schrammte.

Der viermalige belgische Meister trifft auf die europäische Nummer eins über 10.000 Meter in diesem Jahr: Richard Ringer. Der 29-Jährige gewann im Frühjahr in 27:36,52 Minuten den 10 000-Meter-Europacup. Ringer hat sogar schon 15 nationale Titel gewonnen und absolviert sein letztes Rennen im Trikot des VfB LC Friedrichshafen. Ab 1. Januar startet der 29-Jährige für den saarländischen Club LC Rehlingen.

Die beiden Trierer Silvesterlauf-Debütanten bekommen es mit dem Dritten, Vierten und Fünften von 2017 zu tun. Alfred Cherop könnte für den ersten Kenia-Sieg seit 2010 sorgen. Der 32-Jährige kann die hochkarätigste Halbmarathon-Bestzeit aller Asselauf-Starter (1:01:21 Stunden) vorweisen und gilt als alter Hase im Laufgeschäft. Beim 21,1-Kilometer-Rennen im niederländischen Dronten vor wenigen Wochen musste er sich nur seinem elf Jahre jüngeren Trainingspartner Elvis Chebor geschlagen geben. Der 21-jährige verwies vor einem Jahr Martin Sperlich (VfB LC Friedrichshafen) als besten Deutschen auf den fünften Platz.

Auch jenseits der ersten fünf Startnummern weißt die Asselauf-Teilnehmerliste viele interessante Namen auf. Da ist Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg). Der 29-Jährige lief am Vorabend der deutschen Meisterschaften im belgischen Heusden-Zolder die 5000-Meter-Norm und sicherte sich als DM-Zweiter keine 24 später die EM-Nominierung für Berlin. Oder der viermalige neuseeländische Meister Malcom Hicks, der 2017 Siebter wurde. Weltenbummler David Nilsson stellte in den letzten zwei Monaten zwei schwedische Rekorde über Halbmarathon (1:02:09 Stunden) und zehn Meilen (47:10 Minuten) auf - in Japan! Der WM- und EM-Teilnehmer führt eine vierköpfige schwedische Delegation an.

Einsamer Rekordler mit bisher 18 Starts im Bitburger 0,0% Asselauf ist Christian Nemeth. Der Belgier hat seit dem Jahr 2000, als er Sechster wurde, kein Rennen ausgelassen. Der 47-Jährige ist aber nicht der Senior im Eliterennen. Erling Worm ist sogar noch fünf Jahre älter. Der Belgier und der Däne dürften den Sieg in der SWT-Masterswertung (ab 40 Jahre) unter sich ausmachen.

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