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650 Teilnehmer bei virtuellem Corona Running Fest

Wettkampfersatz : 650 Teilnehmer bei virtuellem Lauf

Getrennt laufen, aber trotzdem ein bisschen Wettkampf-Atmosphäre brachte das Corona Running Fest einer bunt gemischten Läuferschar.

Auf vielen unterschiedlichen Laufstrecken in der Region und darüber hinaus nahmen am vergangenen Sonntag (17. Mai) mehr als 600 Sportler am sogenannten Corona Running Fest (CRF) teil. Getrennt laufen, aber weiterhin eine Gemeinschaft bleiben, lautete das Motto des virtuellen Wettkampfs, der unter anderem von den Trierern Jens Roth, Martin Kasel und Nils Lauterbach zusammen mit dem ehemaligen Köln-Marathon-Gewinner (2018) Tobias Blum (LC Rehlingen) organisiert wurde. Der Gesamterlös soll dem von Gerd Steffes aus Trier gegründeten Verein JUMP zugute kommen. Geplant ist eine Wasserleitung für eine Schule im äthiopischen Hochland.

Tobias Blum, der vor zwei Jahren den Schweicher Fährturmlauf in Zehn-Kilometer-Streckenrekordzeit von 30:52 Minuten gewann, verband mit dem CRF außerdem seine eigene Benefizaktion und lief 70 Kilometer zugunsten der Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS. Der ehemalige PST-Trier-Athlet Alexander Bock (jetzt LC Rehlingen) als sein Begleiter kam sogar noch fünf Kilometer weiter. Die endgültigen Spendensummen für die beiden Hilfsprojekte stehen noch nicht fest.

Mehr als 400 Läufer nutzten die Bereitstellung einer Online-Ergebnisliste beim CRF, um sich zwischen 9 Uhr und 18 Uhr virtuell mit anderen zu messen. Auf einigen Standardstrecken wurden trotz zwei Monaten Wettkampfpause ordentliche Zeiten eingetragen. Lea Sanwald aus Freudenburg (Kreis Trier-Saarburg) lief beispielsweise fünf Kilometer in 20:30 Minuten. Über Halbmarathon (21,1 Kilometer) blieb Michael Comes (TuS Bengel) sogar erstmals unter 80 Minuten (1:18:34 Stunden). Nur der ehemalige saarländische Marathonmeister Philippe Weingardt (LLG Wustweiler) lief auf seiner Hausstrecke in 1:15:27 Stunden schneller. Sebastian Zens aus Udler (Vulkaneifelkreis Daun/1:21:52) und Thorsten Ringer (SC Schalkenmehren/1:23:11) blieben im Schnitt ebenfalls unter vier Minuten pro Kilometer. Alle Zeiten sind nur bedingt vergleichbar, da auf unterschiedlichen Strecken gelaufen wurde und die Vermessung mittels GPS gegenüber offiziell vermessenen Wettkampfstrecken ungenauer ist.

Das Projekt unterstützten einige mittlerweile vom Leistungssport zurückgetretene Athleten wie der ehemalige deutsche 100-Kilometer-Rekordler Werner Dörrenbächer (LLG Wustweiler) oder Steffen Justus (LC Rehlingen). Der Triathlon-Vizeweltmeister von 2010 rannte die Marathondistanz immer noch unter drei Stunden (2:56:31 Stunden). Fünf Kilometer reichten David Renneisen. Der in Spangdahlem stationierte US-Amerikaner hatte 1987 den Trierer Stadtlauf gewonnen und unterstützte mit knapp einer halben Stunde Jogging das Äthiopien-Projekt seines Freundes Gerd Steffes.

Alexander Bock (bis 2017 PST Trier, dann LC Rehlingen, Startnummer 1, hier beim Schweicher Fährturmlauf 2018) lief mit dem ehemaligen Köln-Marathon-Gewinner Tobias Blum (LC Rehlingen, Startnummer 1) lief zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) mehr als 70 Kilometer. Foto: Holger Teusch

virutelle Ergebnisliste