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Auch auf der Straße wird wieder gerannt - Straßenlauf in Föhren

Föhren : Auch auf der Straße wird wieder gerannt

Die LG Meulenwald Föhren plant am 30. August erstmals in der Corona-Zeit wieder einen Straßenlauf-Wettkampf in der Region.

Mit dem Frankfurt-Marathon ist der letzte große deutsche Straßenlauf in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Die Massen an Läufern, vor allem aber an Zuschauern sind zu groß. In Stadien und auf Sportplätzen wird seit gut einem Monat dagegen wieder auf Zeit und Platzierung gerannt. Den Anfang machten in der Region Sportakademie und PST Trier mit zwei Läuferabenden im Moselstadion. Die TG Konz folgt am 22. August mit einem Leichtathletik-Sportfest. Auch einen offiziell angemeldeten Freundschaftslauf ohne Zeitmessung (Bitburger Rotweinlauf) gab es bereits wieder. Die LG Meulenwald Föhren (LGM) möchte nun die wettkampflose Zeit jetzt auch auf der Straße beenden. Auf den bekannten Strecken im Industriepark Region Trier (IRT) wird am 30. August (ab 8 Uhr) der erste Zehn-Kilometer-Straßenlauf mit Zeitmessung und Rangliste seit einem halben Jahr veranstaltet.

Das Ganze allerdings vollkommen anders, als man es seit sieben Jahren beim IRT-Läufermeeting an gleicher Stelle gewohnt ist. Maximal 270 Sportler sind zugelassen. Diese werden je nach erwarteter Laufzeit vorab in Gruppen zu je 30 Startern eingeteilt. Geplant ist beispielsweise ein Lauf für unter 35-Minuten-Läufer, für Zielzeiten von 35 bis 40 Minuten, 40 bis 45 Minuten und so weiter. Erst wenn eine Gruppe ihren Lauf beendet und den Start-Ziel-Bereich verlassen hat, ist die nächste dran. Dadurch wird sich die Veranstaltung mindestens über rund sieben Stunden hinziehen.

Ein langwieriges Programm, das man in normalen Zeiten weder Teilnehmern, noch ehrenamtlichen Helfern zumuten würde. Streckenposten und anderes Personal arbeiten deshalb im Schichtbetrieb. „Es geht darum, den Leuten etwas zu bieten. Damit alle sehen, dass es weitergeht“, sagt Wolfram Braun, weshalb man die Schwierigkeiten in Kauf nimmt. Der LGM-Vereinsvorsitzende glaubt, dass das weitläufige IRT-Gelände gerade in der derzeitigen Situation Vorteile bietet.

Die Anmeldung ist nur online bis zum 24. August möglich. Nachmeldungen werden nicht angenommen. Denn mit der Online-Anmeldung werden die Kontaktdaten der Sportler und gegebenenfalls mitreisenden Begleitpersonen erfasst. Auch die Zahlung des Startgelds (12,50 Euro) und wenn gewünscht Essens- und Getränkebons erfolgt bargeldlos. Die Startnummern mit integriertem Zeitmesschip und die Bons werden den Teilnehmern per Post zugesandt. Am Wettkampftag müssen die Sportler von für jede Gruppe separat ausgewiesenen Parkplatz nur noch zur angegebenen Zeit zum Start gehen.

Die gebuchten Bons können in verpackte Speisen und Getränke eingelöst werden. Auch wenn die gesamte Veranstaltung draußen durchgeführt wird, sehr lange sollen sich die Teilnehmer und ihre Begleiter aber nicht vor Ort aufhalten. Zumal auch keine Altersklassen-Siegerehrungen durchgeführt werden können. Denn erst nachdem die letzte Gruppe im Ziel ist, kann sich die EDV an die Auswertung machen. Nur die gesamt-schnellsten Frauen und Männer sollen corona-konform vor Ort ausgezeichnet werden. „Das betrifft nämlich nur einen beziehungsweise maximal zwei Läufe“, erklärt Braun.

Nicht nur Ausdauer, auch Flexibilität ist beim ersten Straßenlauf in der Region Trier unter Corona-Bedingungen von den Teilnehmern gefragt. Braun weißt ausdrücklich darauf hin, dass sich die bisher geplanten Startzeiten noch ändern können. Bei Hitze wird es am 30. August eine Mittagspause geben und manche Läufe erst am späten Nachmittag fortgesetzt. Weil es keine Erfahrungswerte gibt, können sich auch je nach Meldeaufkommen noch Änderungen ergeben.

Informationen und Anmeldung zum IRT-Park-Summer-Special am 30. August: www.lg-meulenwald-foehren.de