Beim Hospizlauf an der Mosel von Koblenz nach Trier wird weitergedacht

Hospizlauf : Beim Hospizlauf wird weitergedacht

Am 12. und 13. Juli findet der längste Benefizlauf der Region zum 16. Mal auf fast 200 Kilometern zwischen Koblenz und Trier statt. Die Förderung des Hospizgedankens an der gesamten Strecke soll gefördert werden.

24 Stunden, fast 200 Kilometer, 1000 Läufer, der Hospizlauf die Mosel entlang vom Deutschen Eck in Koblenz zum Hospizhaus in der Trierer Ostallee ist seit Jahren der beliebteste Spendenlauf der Region. Einerseits wollen Viele den Hospizgedanken und das Trierer Hospizhaus unterstützen. Aber es ist auch die besondere Atmosphäre der 24-Stunden-Aktion, der gemeinsame Lauf durch die sommerliche Mosellandschaft, bei Tag und Nacht, weshalb das zweite Juli-Wochenende (Start: Freitag, 12. Juli, 12 Uhr, Ziel: Samstag, 13. Juli, 12 Uhr) bei Vielen im Kalender rot angestrichen ist.

Für die Finanzierung des Betriebs des Trierer Hospizhauses ist der Benefizlauf eine feste Größe. Jedes Jahr werden fünfstellige Eurobeträge an Spenden gesammelt. „Außer dem Hospizhaus in Trier wollen wir den Hospizgedanken an der gesamten Strecke fördern“, sagt Ralf Haas vom Organisationsteam. Teilnehmer von der Untermosel erzählen immer wieder, dass es in Koblenz ja ebenfalls ein Hospizhaus und eine Hospizverein wie in Trier gibt. Die Spenden des Hospizlaufs kommen deshalb in diesem Jahr außer dem Trierer auch dem Koblenzer Hospiz zugute. Es geht quasi von Hospiz zu Hospiz.

„Dadurch gewinnen wir vielleicht noch mehr Läufer“, hofft Haas. Auf der gesamten Strecke sind durchgehend Dutzende Teilnehmer per pedes, aber auch auf dem Fahrrad in die Pedale tretend dabei. Auf den letzten Etappen vor dem Ziel in Trier sind es sogar regelmäßig Hunderte, die ein Stück mitlaufen wollen, was für die Organisation in den letzten Jahren immer wieder eine Herausforderung war. Aber auf den ersten 100 Kilometern ist immer noch viel Platz für weitere Mitläufer.

Seit Monaten feilt das Organisationsteam bereits an der 16. Hospizlauf-Auflage. „Es sind immer einige Hürden zu meistern“, erzählt Haas. Die Kernmannschaft steht zwar und es gibt Viele, die sich melden, um Getränke auszuschenken oder ähnliches. Fällt ein Fahrer beispielsweise für das Zugfahrzeug für den Fahrradanhänger aus, beginnt die Suche nach einem geeigneten Ersatz mit der entsprechenden Führerscheinklasse. Für die Etappenorte gibt es zwei eigenständige Trupps. Der eine kümmert sich um die ungeraden, der andere um die geraden Stopps.

An der Hospizlauf-Strecke gab es im vergangenen Jahr eine der wenigen und die größte Änderung seit Bestehen. Zwischen Treis-Karden wird nun auf der rechten statt wie bisher auf der linken Moselseite nach Cochem gelaufen. Wegen einer Großbaustelle eigentlich aus der Not geboren kam der schattige Waldweg abseits jeglicher Straßen im vergangenen Jahr so gut an, dass er fest in den Plan eingebaut wird. Auf dem neuen Streckenplan sind alle Wasserstationen, Hydranten, Toiletten und vieles mehr notiert. Die Läufer merken nicht viel davon, wenn sie unbeschwert die Mosel entlang traben, aber hinter dem Hospizlauf steckt eine generalstabsmäßige Planung.

Entlang der Mosel von Koblenz nach Trier führt seit 2004 der Hospizlauf, mit dem 2019 erstmals außer dem Trierer auch das Koblenzer Hospizhaus unterstützt werden soll. Foto: Holger Teusch

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