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Läufer sammeln Höhenmeter beim Bendersbachtalauf

FOTO: Rainer Neubert
Föhren. Der Bendersbachtallauf in Föhren gehört zu den schönsten organisierten Veranstaltungen in der Region Trier. Es ist ein Freundschaftslauf ohne Zeitnahme durch den wunderbaren Meulenwald. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, wurde der Lauf zu einem Erlebnis für die Teilnehmer Rainer Neubert

Schade, dass der Bendersbachtallauf nicht vier Wochen später stattfndet. Denn dann wäre der Wald grün, die Wiesen noch grüner und auch bunter. Aber dann wäre es terminlich kein so gut passender Vorbereitungslauf auf einen Frühjahrsmaraton. Zudem würde er mit anderen Läufen terminlich kollidieren. Und so nehmen sich wie in jedem Jahr nicht wenige der 250 Teilnehmer vor, im Frühjahr oder Sommer die Strecke nochmal abzulaufen.
Gut 25 Kilometer mit 550 Höhenmetern bietet die längst Variante. Wer sich das nicht antun will, hat noch 15 Kilometer (414 Höhenmeter) und 11 Kilometer (292) zur Auswahl. Für Walker gibt's auch 7,8 profilierte Kilometer. Alle Strecken sind bestens ausgewiesen von Wolfram Braun und seinem Team von der LG Meulenwald. Er führt natürlich auch an diesem Samstag beim Start an der alten Weinkelter in Föhren die Regie.
Starten müssen die Teilnehmer aus der Region in diesem Jahr in die Gegenrichtung. Grund ist eine organisatorische Panne, die hier nicht näher thematisiert werden soll. Der gut gelaunten Joggerschar beschert das jedenfalls einen im wahrsten Sinne des Wortes mächtigen Einstieg bzw. Anstieg, der den Atem nimmt und viele Gespräche verstummen lässt. Nach sieben Kilometern geht es auf die traditionelle Strecke, die eine gute Mischung zwischen asphaltierten und naturbelassenen Wegen bietet.
Der Bendersbachtallauf mit seinen vielen und langen Steigungen ist natürlich ein guter Gradmesser für die Fitness. Motivierende Sprüche an zwei besonders harten Anstiegen lassen schmunzeln. Kurzer Stopp am Verpflegungspunkt an der Friedhofsmauer in Heckenmünster bei Kilometer 15. Dann folgt die wahre Herausforderung zum Quellenheiligtum hinauf und noch ein ganzes Stück weiter bergan. "Nicht die Strecke tötet, sondern das Tempo …”
Inzwischen hat feiner Regen eingesetzt, der Wind ist stärker geworden. Für Brillenträger ist das nicht unbedingt von Vorteil. Aber der berüchtigte Geröllweg vier Kilometer vor dem Ziel ist - vermutlich dank umfassender Forst- und Rückearbeiten - zum Glück in diesem Jahr nicht so schlimm. Vor drei Jahren gab es hier etliche Stürze.
Wenig später ist der Volksfreund-Zielbogen erreicht. Dort gibt es noch einen Schluck Trinkbares, Schnell ein Häkchen auf der Teilnehmerliste und weiter geht's zu den warmen Duschen im Sportzentrum.
Dort ist die Stimmung prima, auch wegen des reichhaltigen Angebots am Salat- und Kuchenbüffet in der Sporthalle. Der Bendersbachtallauf in Föhren - immer wieder eine schöne Veranstaltung für konditionsstarke Läufer.