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Gesundheit
Auch Berlin-Marathon-Läufer kennen das Lauf-Großereignis in der Vulkaneifel

Teilnehmer, Unterstützer und Helfer fiebern zusammen mit Organisationsleiterin Inge Umbach (links) und dem Tourismusexperten Thomas Räthlein (mit Hut) der 21. Auflage des Maare-Mosel-Laufs am 25. August zwischen Daun und Gillenfeld entgegen.Foto: Holger Teusch
Teilnehmer, Unterstützer und Helfer fiebern zusammen mit Organisationsleiterin Inge Umbach (links) und dem Tourismusexperten Thomas Räthlein (mit Hut) der 21. Auflage des Maare-Mosel-Laufs am 25. August zwischen Daun und Gillenfeld entgegen.Foto: Holger Teusch FOTO: TV / Holger Teusch
Am 25. August findet der Maare-Mosel-Lauf zum 21. Mal zwischen Daun und Gillenfeld statt. Die Gesundland-Strecke lässt Grenzen zwischen Sportlern und Zuschauern verschwimmen. Von Holger Teusch

Margit Jost kommt viel in der (Läufer-)Welt herum. In Deutschland von München im Süden und Hamburg im Norden, mittendrin beim Rennsteiglauf oder beim Berlin-Marathon im Osten, neben den Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz ist kaum ein Lauf vor ihr sicher. Gerne  geht es auch mal ins benachbarte Ausland oder nächstes Jahr sogar zum Two-Oceans-Marathon in Südafrika. Kurzum: Jost ist die ideale Botschafterin für den Maare-Mosel-Lauf (MML).

Das hat Organisationsleiterin Inge Umbach erkannt und schickt die 57-Jährige mit Plakaten und Informationsmaterial von Lauf zu Lauf. Zusammen mit ihrem Mann Jürgen baut Margit Jost einen Informationsstand auf, bevor sie selbst mitläuft.

Sie hat festgestellt, dass sich der Maare-Mosel-Lauf in den zwei Jahrzehnten seines Bestehens einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet hat. „Man denkt, beim Berlin-Marathon fällt man unter so vielen Leuten nicht auf. Aber dann sieht irgendjemand dein T-Shirt mit dem Maare-Mosel-Lauf-Logo und sagt: Beim Maare-Mosel-Lauf sehen wir uns wieder“, erzählte sie bei der MML-Pressekonferenz in der Lauf-Oase Ellscheid von Begegnungen auf der Laufstrecke. Einmal Maare-Mosel-Lauf, immer wieder Vulkaneifel, ist sie sich sicher: „Viele sind Wiederholungstäter.“

Was die Läufer immer wieder anlockt? „Die typischen Läufe, die ich so kenne, sind Straßenläufe – und das hier ist ein Genusslauf“, erzählt Helena Dunkel aus Daun. Das sagt die 33-Jährige, obwohl sie im vergangenen Jahr als Zweitplatzierte des Zehn-Kilometer-Rennens in nur etwas mehr als 40 Minuten ganz schön flott von Schalkenmehren nach Gillenfeld rannte.

Aber von der besonderen Eifellandschaft bekam sie bei Maar-Umrundung und auf dem Maare-Mosel-Radweg, der nicht nur Lauf-Namensgeber, sondern auch Rückgrat der MML-Strecken ist, trotzdem jede Menge mit.

1257 Läufer wurden im vergangenen Jahr im Ziel gezählt. Rekord! Knapp vier Wochen vor dem 21. Maare-Mosel-Lauf lagen etwa 300 Anmeldungen vor. Die Hälfte davon über die Halbmarathondistanz (21,1 Kilometer) von Daun nach Gillenfeld. „Die Hitze hat die Anmeldungen etwas gehemmt“, glaubt Umbach.

Außerdem nennen die Unternehmen, die mit ihren Mitarbeitern an der Protec-Firmenwertung (Welche Firma bringt die meisten Mitarbeiter in Bewegung?) teilnehmen, ihre Starter erst nach den Sommerferien. Umbach geht aber wie in den Vorjahren von einer vierstelligen Teilnehmerzahl aus.

Ein Riesenschritt in diese Größenordnung war die Etablierung der Gesundland-Strecke, glauben die 64-Jährige und Thomas Räthlein vom Gesundland Vulkaneifel. „Weniger trainierte Partner von Sportlern, die beispielsweise den Halbmarathon laufen, müssen so nicht einfach im Ziel warten“, erklärt Umbach.

Statt dessen können sie auf sieben landschaftlich reizvollen Kilometern ohne Zeitmessung und Wettkampfdruck laufend oder gehend die Eifel genießen. Etwa nach fünf Kilometern gibt es in der Ellscheider Laufoase die Möglichkeit, sich im Heu massieren zu lassen, einen Venencheck durchzuführen oder einfach die Flüssigkeitsreserven aufzufüllen. „Im letzten Jahr war der Andrang bei den Massagen so groß, dass wir erst nach zwei Stunden nach Gillenfeld weiterfahren konnten. Diesmal werden wir mit mehr Leuten kommen“, erzählt Alexander Chruscz vom Dauner Haus der Gesundheit, wie gut das Angebot genutzt wird. Was der Lauftherapeutin Umbach besonders an der Kombination von Wettkampf- und Genusslaufstrecken gefällt: „Es muss nicht mehr getrennt werden  zwischen Läufern und Zuschauern.“