Leichtathletik : Die Crosslauf-Hochburg im Hunsrück

Eine kleine Gruppe schreibt seit 23 Jahren regionale Lauf-Geschichte – Finale der Mosel-Cross-Serie wieder in Breit.

Eine zehn Zentimeter dicke Schneedecke bedeckt zurzeit die Wiesen und Felder rund um die knapp 300 Einwohner zählende Gemeinde Breit im Hunsrück. „Momentan haben wir ideales Winter-Wetter für eine Cross-Veranstaltung“, sagte Hermann Barten am Mittwoch. Sollte die frostige Witterung bis zum übernächsten Wochenende anhalten, sieht der 60-Jährige schon einen Traumlauf vor seinem geistigen Auge.

Es wäre nicht das erste Mal. Aber nicht nur für Winterzauber sind die anspruchsvollen Strecken rund um den Sportplatz von Breit bekannt. Von Schnee über Regen, von frostigen bis frühlingshaften Temperaturen haben die Teilnehmer schon fast alles erlebt.

Auf eine 23-jährige Crosslauf-Tradition kann der Lauftreff Büdlich-Breit-Naurath als Abteilung des FC Büdlich-Breit-Naurath zurückblicken. Von der Wintersaison 1995/96 bis 2008/09 wurde in Breit ein Wertungslauf zur Hochwald-Crosslauf-Serie ausgetragen. Nur vor neun Jahren gab es kein Rennen auf den Hunsrückhöhen. Gleich zu Beginn siegte der Marathon-EM-Dritte von 1986 Herbert Steffny. Zeitweise kamen mit knapp 500 Läufern rund 200 Teilnehmer mehr, als Breit Einwohner hat. Doch nach 15 Wintern war für die seit 1993 ausgetragenen Hochwald-Serie Schluss. Doch postwendend fragte Edgar Bauer aus dem Organisationsteam der Mosel-Serie nach, ob Breit nicht der am höchsten gelegenen Wertungslauf der ältesten rheinland-pfälzischen Veranstaltungsreihe dieser Art werden sollte. Seit 2010 findet in Breit das Mosel-Serien-Finale statt.

Das verspricht auch am Samstag, 17. Februar, wieder Spannung – zumindest auf der Langstrecke. In der Königsdisziplin ist der Kampf um den Gesamtsieg nämlich noch lange nicht entschieden. Bei den Frauen liegen Yvonne Engel (LT Schweich) und Isabel Schönhofen vom Bernkastel-Kueser Team Active punktemäßig gleichauf. Einen kleinen Vorteil hat Schönhofen, weil sie bereits drei Mosel-Serien-Läufe und damit die Mindestanzahl absolviert hat. Das könnte am Ende auch bei den Männern den Ausschlag geben. Der Morbacher Yannik Erz hat vor dem Finallauf einen Punkt Vorsprung vor Dominik von Wirth, aber drei zweite Plätze auf dem Konto, sodass der Konzer in Breit zu Siegen verdammt ist.

Der LT Büdlich-Breit-Naurath werde alles tun, um den Crossläufern einen erlebnisreichen Wettkampf und anschließend eine stimmungsvolle Siegesfeier im Bürgerhaus zu bieten, verspricht Hermann Barten. Fast 50 Helfer, dazu noch sechs bis acht Mann der Freiwilligen Feuerwehren von Büdlich, Breit und Naurath für den Strecken- und Parkplatzdienst sind eingeplant. „Positiv hervorzuheben ist, dass uns auch viele Leute helfen, die nicht direkt was mit dem Lauftreff zu tun haben. Aber das ist bei uns in den drei Dörfern immer noch so“, freut sich der Crosslauf-Organisationsleiter.