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Leichtathletik
Den Stadtlauf gibt es diesmal sogar live

Mertesdorf/Trier. Die 35. Auflage der traditionsreichsten Trierer Laufveranstaltung steht vor der Tür. Roman Run fällt aus.

Der Trierer Stadtlauf feiert am 24. Juni Geburtstag. Keinen wirklich runden, aber trotzdem wollen die Organisatoren vom gleichnamigen Verein die 35. Auflage nutzen, um den Urvater der Trierer Laufveranstaltungen weiterzuentwickeln. Es werde voraussichtlich eine Live-Übertragung auf eine Videowall geben, kündigte Nicolas Klein auf der Jahreshauptversammlung des Vereins Trierer Stadtlauf in Mertesdorf an. „Das hatten wir beim Stadtlauf noch nie“, freut sich der 36-Jährige, der zusammen mit dem zwei Jahre älteren Andreas Rippinger gleichberechtigter Vereinsvorsitzender ist. Zwei fest installierte Kameras im Ziel und eine Motorradkamera sollen Livebilder liefern, so dass die Zuschauer an der Porta Nigra noch mehr von den insgesamt sechs Rennen mitbekommen. Der genaue Standort der Videowall steht allerdings noch nicht fest. Die Videowand, die es seit 2009 schon beim Bitburger 0,0% Silvesterlauf in Trier gibt, biete auch weitere Möglichkeiten, Sponsoren zu präsentierten, sagt Klein. Für die 35. Auflage seien zwei größere Sponsoren weggefallen. Man habe aber zwei neue akquirieren können. Darunter ist ein traditionsreiches Trierer Eiscafé. Dadurch dürfen sich alle Bambini (zwei bis sechs Jahre) auf ein Eis freuen. Insgesamt bleibt das Stadtlauf-Konzept wie in den vergangenen Jahren bestehen. 2017 noch wegen einer Baustelle noch verlegt, bleibt der Start des Halbmarathons (21,1 Kilometer) an der Treviris-Passage. Die Aufteilung in ein Mädchen- und ein Jungenrennen beim Volksfreund-Jugendlauf habe sich bewährt. Der Andrang bei den Sieben- bis 14-Jährigen war zuletzt so groß, dass man die Kinder in zwei Wellen in fünf Minuten Abstand auf die 1,6 Kilometer lange Strecke schickt. Insgesamt lagen sieben Wochen vor dem 35. Trierer Stadtlauf mehr als 500 Anmeldungen vor. Das klinge bei 3425 Läufern im Ziel 2017 wenig, ist laut Klein aber ein Plus gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt. „Der Trend ist: In den letzten fünf Wochen kommt der Ansturm“, sagte Klein.

Der Stadtlauf wird dieses Jahr die einzige Laufveranstaltung des Stadtlauf-Vereins sein. Der Hindernislauf Roman Run fällt aus. „Wir haben gemerkt, dass diese Veranstaltung einen ganz anderen Charakter hat“, sagt Klein. 2017 habe man die Veranstaltung mit 534 Teilnehmern im Ziel mit einer schwarzen Null abgeschlossen. Da die Finanzierung bis zuletzt noch nicht ähnlich gut sichergestellt war, habe man sich zur Absage entschlossen. Wegen der positiven Rückmeldungen von Sportlern und Sponsoren kann sich Klein aber vorstellen, den RomanRun im Zwei-Jahres-Rhythmus durchzuführen.